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Bisher schwiegen die deutschen Bischöfe weitgehend zur Attacke des US-Präsidenten. Jetzt meldet sich der Kölner Bistumsleiter deutlich zu Wort.
Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki stellt sich in der Debatte um den Papst und die US-Politik hinter Leo XIV. Dieser hatte politische Selbstvergötterung und Vergötterung des Geldes kritisiert. „Es ist klar, dass der US-Präsident nicht erfreut ist über die päpstlichen Standpunkte. Denn für ihn scheint das Evangelium nicht die Richtschnur seines politischen Agierens zu sein“, sagte der Kardinal am Donnerstag auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur.
Der Papst äußerte sich laut Woelki zu politischen Vorgängen, ohne Namen und Orte zu nennen. Er habe gefordert, mit den Kriegen aufzuhören und dem Leben zu dienen. „Er verweist darauf, dass es seine erste Aufgabe ist, das Evangelium zu verkünden mit seiner Botschaft für den Frieden und seiner Option für die Leidenden, Armen und Unterdrückten“, so Woelki. Diese Aussagen könne der Kardinal nur unterstreichen.
Trump hatte zuvor international für Kritik gesorgt, nachdem er am Montag ein Bild verbreitet hatte, das ihn in großer Ähnlichkeit mit dem christlichen Erlöser darstellt. Später hatte er das Bild gelöscht und betont, er sei nicht als Jesus sondern als Arzt zu sehen gewesen. Am Mittwoch hatte Trump ein weiteres Bild geteilt, auf dem Jesus ihn vor einer US-amerikanischen Flagge umarmt. Die US-Regierung hatte wiederum Kritik an den päpstlichen Friedensforderungen mit Blick auf den Iran geübt.