Anzeige
In vier deutschen Großstädten wird für mehr Tempo beim Umstieg auf Sonne und Wind demonstriert. Warum der Kölner Bistumsleiter das unterstützt.
Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki ruft Christen dazu auf, die am Wochenende in vier Großstädten geplanten Demos für erneuerbare Energien zu unterstützen. „Als Katholische Kirche tragen wir Verantwortung für das Geschenk der Schöpfung“, sagte der Kardinal am Freitag. „Dazu gehört auch ein planmäßiger und gerechter Ausstieg aus den fossilen Energien, die den Klimawandel mit seinen zum Teil lebensbedrohlichen Folgen weiter antreiben.“
Das Bündnis „Erneuerbare Energien verteidigen“ hatte dazu aufgerufen, am Samstag in Köln, Berlin, Hamburg und München auf die Straße zu gehen. Die Demonstrationen sollten sich für eine saubere, sichere und bezahlbare Energiezukunft einsetzen. Gefordert werden unter anderem ein schnellerer Ausbau von Wind- und Solarenergie und eine stärkere europäische Energiewende-Industrie. In Köln startet die Kundgebung um 12 Uhr am Heumarkt.
Das Erzbistum unterstütze nach eigenen Angaben das gesellschaftliche Engagement für stabile und sozial gerechte Energiepreise sowie die Forderungen nach mehr Tempo beim Ausbau erneuerbarer Energien. Eigene diözesane Energieprojekte wie der Ausbau von Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen leisteten bereits einen Beitrag zur Energiewende. „Deswegen ist die Beteiligung bei der Demonstration am 18. April eine Chance, kirchlichen Klimaschutz sichtbar zu machen“, so Woelki.