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Die Krankensalbung ist eines von sieben Sakramenten. Der Münchner Erzbischof Reinhard Marx hat sie nun besonders gewürdigt.
Der Münchner Kardinal Reinhard Marx wünscht sich mehr Aufmerksamkeit für das Sakrament der Krankensalbung. "Ich hoffe, dass die Krankensalbung wieder lebendiger wird", sagte der Erzbischof von München und Freising am Mittwochabend im Münchner Liebfrauendom. Marx ergänzte: "Bei dem Sakrament werden wir geprägt auf ihn – Jesus – hin."
Lange Zeit vor allem am Lebensende gespendet, wird die Krankensalbung heute als Sakrament der Stärkung und des Trostes in Krankheit und Krise verstanden, die Gottes Nähe spürbar machen soll. Laut Erzbistum sagte Marx bei der Segnung des Kranken-Öls im Rahmen der Chrisammesse auch, dieses solle die Menschen "beleben und ihre Krankheit besiegen". Es handle sich um "Öl, das Krankheit, Schmerz und Bedrängnis vertreibt".
Weihe der Heilige Öle
Bei der Chrisammesse werden traditionell die heiligen Öle für die Spendung der Sakramente geweiht: Chrisam, das bei der Taufe, der Firmung, der Priester- und Bischofsweihe sowie der Altar- und Kirchweihe verwendet wird, Kranken-Öl für die Krankensalbung und Katechumenen-Öl für die Taufe.
Die Sakramente sind die wichtigsten Feiern der Kirche. Nach katholischem Verständnis gibt es davon sieben: Neben der Krankensalbung sind dies Taufe, Eucharistie, Firmung, Ehe, Buße und Weihe.
Neuer Domkapitular in München und Freising
Nach der Messe gab Marx das Ergebnis der Wahl des neuen Domkapitulars Pfarrer Ulrich Kampe (57) durch das Domkapitel bekannt. Die Stelle war laut Mitteilung durch die Emeritierung von Domkapitular Lorenz Kastenhofer frei geworden. Das Domkapitel eines Bistums unterstützt den Bischof in Leitung und Verwaltung seiner Diözese. Es setzt sich aus einer Gemeinschaft von Priestern zusammen.