Missbrauch und Millionen-Ausgaben „hinterlassen Spuren“

Kardinal Woelki bedauert Vertrauensverlust in katholische Kirche

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki bedauert einen Vertrauensverlust in die Kirche. Nicht zu entschuldigende Missbrauchsfälle und die Millionenausgaben auf dem Limburger Domberg hätten ihre Spuren hinterlassen, sagte der Erzbischof am Sonntag im Kölner „Domradio“.

Mangelndes Zutrauen in die Kirche hänge in erster Linie aber damit zusammen, dass viele Menschen den Kontakt zur Kirche verloren hätten. „Wenn man den Priester gar nicht mehr kennt und im Alltag kaum mehr auf Menschen trifft, die ihren Glauben leben, dann schwindet natürlich automatisch das Vertrauen.“

Fehler der Kirche

Er wolle persönlich und als verantwortlicher Kirchenmann alles dafür tun, „damit wir wieder nahe bei den Menschen sind“, sagte Woelki. Es gehe dabei nicht um seine Person, sondern um die Botschaft von Jesus Christus, für den er stehe. Auch die Kirche mache Fehler; Priester und Bischöfe seien Menschen mit Schwächen. Dies dürfe aber niemals dazu führen, dass die Menschen ihren Glauben an das Gute und die Liebe Gottes verlieren.