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Deutscher Katecheten-Verein zu Plänen der beiden großen Kirchen

Katecheten begrüßen Ökumene-Religionsunterricht in Niedersachsen

  • Der Deutsche Katechten-Verein (DKV) begrüßt den Vorstoß der katholischen und evangelischen Kirche in Niedersachsen, einen christlichen Religionsunterricht einzuführen.
  • Der gemeinsam verantwortete Unterricht sei "Ausdruck gelebter Ökumene und gemeinsamer Suchbewegung in theologischen Fragen", so der Verein.
  • Die katholischen Bistümer und evangelischen Landeskirchen hatten entsprechende Pläne vorgestellt.
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Der Deutsche Katechten-Verein (DKV) begrüßt den Vorstoß der katholischen und evangelischen Kirche in Niedersachsen, einen christlichen Religionsunterricht einzuführen. Der gemeinsam verantwortete Unterricht sei "Ausdruck gelebter Ökumene und gemeinsamer Suchbewegung in theologischen Fragen", so der Verein. Die katholischen Bistümer und evangelischen Landeskirchen hatten Mitte Mai ein entsprechendes Positionspapier vorgestellt. Auch das Oldenburger Land im Bistum Münster wäre von der Einführung betroffen.

"Dies ist in unseren Augen eine gute und längst überfällige ökumenische Initiative, um auf die wachsenden Schwierigkeiten des Religionsunterrichts reagieren und religiöse Bildung auch zukünftig in den öffentlichen Schulen gewährleisten zu können", erklärt die DKV-Vorsitzende Marion Schöber. Sie hoffe, dass sich weitere Bundesländer dem Schritt anschließen.

Die Pläne in Niedersachsen

In Niedersachsen hatten katholische und evangelische Kirche 1998 bundesweit erstmals eine Vereinbarung getroffen, die gemischt-konfessionellen Religionsunterricht in Ausnahmefällen möglich macht. Bei diesem sogenannten konfessionell-kooperativen Modell können katholische Schülerinnen und Schüler am evangelischen Unterricht teilnehmen und umgekehrt. Ähnliche Formen der Zusammenarbeit gibt es mittlerweile auch in anderen Bundesländern, darunter Nordrhein-Westfalen.

Im Regelfall wird jedoch bis heute entweder evangelischer oder katholischer Unterricht erteilt. Die Pläne der Kirchen in Niedersachsen sehen gleichwohl vor, dass der ökumenische Unterricht die konfesionellen Fächer ersetzt. Das Landeskultusministerium hatte erklärt, offen für Gespräche zu sein.

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