Provinzoberin der Franziskanerinnen von Lüdinghausen

Katharina Kluitmann neue Vorsitzende der Ordensobernkonferenz

Die Franziskanerschwester Katharina Kluitmann übernimmt den Vorsitz in der Deutschen Ordensobernkonferenz (DOK). Die Provinzoberin der Franziskanerinnen von Lüdinghausen folgt auf Prämonstratenser-Abt Hermann-Josef Kugler, der das Amt seit 2010 ausgeübt hatte, wie die DOK am Mittwoch in Bonn mitteilte.

Kluitmann war zuletzt bereits Beisitzerin im erweiterten Vorstand der DOK. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde der Prior des Zisterzienserklosters Langwaden, Pater Bruno Robeck, gewählt.

Seit 2012 Provinzoberin

Kluitmann wurde 1964 in Düsseldorf geboren. Sie studierte Theologie und Psychologie in Bonn und Rom und war in der Gemeinde- und Berufungspastoral tätig. Später wirkte sie im „Centro“ in Münster, das Seelsorgern und anderen Menschen im Dienst der Kirche psychologische Begleitung anbietet.

Seit Anfang 2012 ist die Lüdinghauser Franziskanerin gewählte Oberin ihrer Ordensprovinz, 2016 wurde sie im Amt bestätigt. Der nordwestdeutschen Ordensprovinz gehören rund 50 Schwestern in größeren und kleineren Gemeinschaften in Lüdinghausen, Münster, Recklinghausen und Mönchengladbach an.

Berufung als „Dienst an den Menschen“

Kluitmann äußerte sich bei der am Mittwoch in Vallendar endenden DOK-Mitgliederversammlung zum Thema Berufung: „Je klarer wir sehen, dass jeder Mensch eine Berufung hat, desto eher werden Menschen auch entdecken, dass sie vielleicht eine Berufung zum Ordensleben haben.“ Berufungspastoral dürfe nicht Rekrutierung sein, sie sei vielmehr „Dienst an den Menschen“.

Bei einem Studientag von Ordenschristen im Bistum Münster im April 2016 warnte die neue DOK-Vorsitzende vor Pessimismus angesichts sinkender Mitgliederzahlen von Ordensgemeinschaften: „Wir müssen nicht immer hinterfragen, was wir falsch gemacht haben und warum sich die Situation heute so darstellt“, ermunterte sie und rief stattdessen zum Vertrauen auf das Wirken Gottes auf.

Buchautorin im Dialogverlag

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Kluitmann ist auch Buchautorin im Dialogverlag, der ebenso wie die Redaktion von „Kirche+Leben“ zur Dialog-Medien und Emmaus-Reisen GmbH gehört. 2007 legte sie unter dem Titel „Die letzte macht das Licht an?“ eine psychologische Untersuchung zur Situation junger Frauen in apostolisch tätigen Ordensgemeinschaften in Deutschland vor.

Die DOK vertritt die Interessen der Ordensgemeinschaften in Deutschland, zu denen rund 15.000 Ordensfrauen und etwa 3.800 Ordensmänner gehören, die in etwa 1.700 klösterlichen Niederlassungen leben.