Festakt am Freitag

KatHO-Jubiläum: Katholische Hochschule Münster wird 100

Die Abteilung Münster der Katholischen Hochschule (KatHO) NRW feiert mit dem 100-jährigen Bestehen katholischer Ausbildungsstätten für soziale Berufe ein besonderes Jubiläum in Münster. Zu diesem Anlass lädt die KatHO am 5. Mai ein: Der Jahrestag beginnt mit einem Festgottesdienst um 9 Uhr, den Bischof Felix Genn halten wird. Im anschließenden Festakt wird Professor Wilhelm Damberg von der Ruhr-Universität Bochum von Sozialer Arbeit, Christentum und Gesellschaft sprechen.

Außerdem werden Bischof Genn, Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) und die Landesministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung Svenja Schulze (SPD) sowie Studierende und Alumni zu Wort kommen.

Angenehme Atmosphäre

Dass die Abteilung Münster der KatHO sich über diesen Zeitraum so etablieren konnte, basiere auf mehreren Gründen, schildert Professor Martin Klein, Dekan der Abteilung Münster: „Besonders die professionelle Nähe zwischen Kollegium und Studierenden sowie eine angenehme Atmosphäre zeichnen die Abteilung aus.“

Inhaltlich seien besonders die enge Verzahnung von Theorie, Forschung und Praxis sowie langjährige Kooperationen zur Umsetzung didaktischer, forschungsbezogener und kultureller Projekte wichtige Faktoren, die zum guten Ruf der KatHO beitrügen.

Rückblick auf die Entstehungsgeschichte: Mit der Gründung des Katholischen Fürsorgevereins für Mädchen, Frauen und Kinder (KFV) durch Agnes Neuhaus nahm die Geschichte der Abteilung in Münster um 1900 ihren Lauf. Die Gründung der KFV-Ortsgruppe Münster, durch Domkapitular Hermann Rüping (1902) und der „Katholischen Fürsorgeheim GmbH“ vier Jahre später schlossen sich im Zeitstrahl an. Mit der Eröffnung „Kreisfürsorgerinnenschule des Säuglingsheims“ stand ab 1917 eine neu eingerichtete Schule der Kreisfürsorgerinnen und städtischen Säuglingspflegerinnen in Münster zur Verfügung. 1918 wurde sie vom Staat als „Wohlfahrtsschule Münster“ anerkannt.

Vor 50 Jahren kamen die ersten Männer

 Nach Inkrafttreten einer neuen Ausbildungsordnung wurde der Titel „Höhere Fachschule 1959 amtlich. Ab 1967 wurden Männer zum Studium zugelassen, und die Institution entwickelte sich zur Fachhochschule. 1971 wurde die West­fälische Wohlfahrtsschule Münster zu einer von vier Abteilungen der „Katholischen Fachhochschule NW“ mit Sitz in Köln. Seit 2008 trägt sie den Namen Katholische Hochschule NRW.