Beauftragter Winterkamp: Wir brauchen 4.000 Privatquartiere

Katholikentag 2018 in Münster will Programm verschlanken

Das Programm für den Katholikentag vom 9. bis 13. Mai 2018 in Münster soll nach Angaben des Diözesanbeauftragten für das Treffen, Domkapitular Klaus Winterkamp, schlanker werden. Vor dem Diözesanrat äußerte Winterkamp am Freitagabend (16.09.2016) in Münster die Hoffnung, das Programm werde deutlich reduziert. Nach seinen Angaben bezieht die Geschäftsführung des Katholikentages in der kommenden Woche Büros in der Innenstadt von Münster, und zwar am Breul 23, wo bisher katholische Verbände ihre Räume hatten.

Für die inhaltliche Beteiligung am Programm wird es nach Winterkamps Worten ab dem Herbst eine bundesweite Ausschreibung geben. Die Frist laufe am 31. März aus. Dabei werde streng darauf geachtet, dass die Veranstaltungen mit dem Katholikentags-Motto „Suche Frieden“ zu tun hätten.

2.000 Helfer gesucht – Hotels ausgebucht

Für den Katholikentag würden rund 2.000 Ehrenamtliche benötigt, die pro Tag etwa vier bis fünf Stunden arbeiten müssten, erklärte der Diözesanbeauftragte. Diese Helfer erhielten freie Unterkunft und Verpflegung.

Bei der Suche nach mehr als 4.000 Privatquartieren werde nicht nur an Münster gedacht, sondern auch an Orte in der Umgebung, etwa an Coesfeld, Recklinghausen, Rheine und Warendorf. In Münster seien bereits alle Hotels ausgebucht; selbst die Leitung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) werde in Osnabrück übernachten.

Generalvikar: Finanzlage des Bistums noch entspannt

Über „gute Erfahrungen“ mit Jugendlichen beim Weltjugendtag berichtete Bischof Felix Genn dem Diözesanrat. Das Treffen in Krakau habe er auch wegen der strengen Sicherheitsvorkehrungen zwar als „sehr anstrengend“, aber auch als „sehr intensive Erfahrung“ empfunden.

Der neue Generalvikar Norbert Köster berichtete, dass der Kirchensteuerrat den Haushalt für 2017 beschlossen hat. Die Finanzlage sei derzeit noch „sehr entspannt“, werde aber in den nächsten Jahren schwieriger. Köster wies darauf hin, dass Gemeinden mit Bauvorhaben schneller eine Genehmigung erhielten, wenn bereits ein lokaler Pastoralplan vorliege. „Wir wollen niemanden knebeln“, sagte der Generalvikar, doch dann könnten die Entscheidungen schneller fallen.