Kommentar zum Christentreffen

Katholikentag 2018 wohl mit Rekordbeteiligung

An diesem Mittwochabend beginnt in Münster der 101. Deutsche Katholikentag. Das Wetter passt, alles ist vorbereitet - und es könnte eine Rekordbeteiligung an Teilnehmern geben.

Endlich! Nach zwei Jahren intensiver Vorbereitung beginnt in Münster in wenigen Tagen der 101. Deutsche Katholikentag. Bistum und Stadt Münster sind als Gastgeber für das große Christentreffen gut gerüstet. Und wenn jetzt noch das Wetter mitspielt, wird es wohl ein Katholikentag mit Rekordbeteiligung. Allein 50.000 Dauerteilnehmer haben sich in der Westfalenmetropole angesagt, die zu Deutschlands schönsten Städten zählt.

Teils hinter vorgehaltener Hand, teils offen ist zu hören, dass die Gespräche zwischen den Verantwortlichen im Bistum einerseits und dem Zentralkomitee und Katholikentagsbüro andererseits nicht immer spannungsfrei verliefen. Das lag an selbstbewussten Persönlichkeiten auf beiden Seiten, die entschieden ihre Vorstellungen formulierten, wie der Katholikentag in Münster ablaufen sollte.

Das Bistum Münster wollte viel selbst auf die Beine stellen

Positiv gesehen, war und ist also das Interesse an einer möglichst perfekten, gelungenen Veranstaltung groß. Und während 2016 in Leipzig das kleine Diasporabistum Dresden-Meißen für jede Hilfe von außen dankbar war, konnte und wollte Münster als zahlenmäßig zweitgrößte deutsche Diözese, als traditionelles Verbände- und Pilgerbistum sehr viel selbst auf die Beine stellen.

Die kritischen Punkte sollten jetzt in den Hintergrund rücken – vor allem der leidige und für Münster peinliche Finanzierungsstreit und die fast endlose Debatte um den überbewerteten Auftritt eines einzigen AfD-Politikers auf einem anderthalbstündigen Podium neben fünf anderen Abgeordneten. Und für die Sicherheit haben die Verantwortlichen alles Mögliche vorbereitet, auch wenn es absolute Sicherheit nicht geben kann.

Geniales Leitwort Suche Frieden"

Das geniale Leitwort „Suche Frieden“ verspricht Diskussionen auf Podien unterschiedlicher Art, die fünf großen Ausstellungen und die zahlreichen Konzerte stehen für kulturelle Höhepunkte. Prominente Politiker und Künstler werden kommen, und an der Vorbereitung haben sich Christen aus sämtlichen Regionen des Bistums beteiligt.

Beste Voraussetzungen also dafür, dass der an diesem Mittwoch beginnende Katholikentag ein fröhliches, buntes Glaubensfest wird – ein Fest, das zugleich mit Tiefgang ernste Themen behandelt.