Besucher des Treffens unterstützen Projekt der Bistums-Caritas

Katholikentag bittet um Spenden – für sich und für andere

Die katholischen Bischöfe rufen für den 5. und 6. Mai zur bundesweiten Sonderkollekte für den Katholikentag in Münster auf. Diese Kollekte findet regelmäßig kurz vor den Treffen statt, die Einnahmen verwendet das Zentralkomitee der deutschen Katholiken zur Mitfinanzierung des Katholikentags.

Das Großereignis werde ein Spiegelbild der Lebendigkeit und geistlichen Kraft der Kirche, „bunt und vielschichtig, nachdenklich und fröhlich, fromm und politisch zugleich“, heißt es im Aufruf der Bischöfe. Die Spenden könnten dazu beitragen, dass der Katholikentag als Zeugnis des Glaubens weit in die Gesellschaft hineinwirke.

Katholikentag sammelt Spenden für Flüchtlinge in Syrien

Der Katholikentag findet unter dem Leitwort „Suche Frieden“ vom 9. bis 13. Mai in Münster statt. Er sei ein starker Ausdruck der Verantwortung aller Katholiken für Kirche und Gesellschaft, so die Bischöfe: „Menschen guten Willens wollen beim Katholikentag in Münster durch ihr Miteinander Frieden mitgestalten.“

Die Kollekten in den Gottesdiensten beim Katholikentag selbst kommen nach dessen Angaben zwei Sozialprojekten zu. Unterstützt werden ein Bildungsprojekt des Diözesan-Caritasverbands Münster in Kooperation mit der Caritas Libanon und Initiativen der Missionszentrale der Franziskaner. Beide Projekte helfen vom Bürgerkrieg in Syrien betroffenen Menschen.

Projekte der Bistums-Caritas und der Franziskaner

Viele von ihnen sind in den Libanon geflohen. Dort leben neben 4,2 Millionen Einwohnern mehr als eine Million registrierte und hunderttausende nichtregistrierte Flüchtlinge. Durch das Projekt von Münsters Bistums-Caritas werden Schulgebühren für syrische Flüchtlinge im Libanon und Kosten für deren Nachmittagsbetreuung übernommen, zum Beispiel für Hausaufgabenhilfe.

Die Missionszentrale der Franziskaner versorgt Familien mit Lebensmitteln, die sich in zerstörten syrischen Städten wie Aleppo nicht selbst ernähren können. Zudem helfen die Mitarbeiter in Flüchtlingszentren in Knayeh, Latakia und Damaskus – unter anderem mit Lebensmitteln, Medikamenten, Freizeitangeboten und auch mit seelsorglicher Betreuung.