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Der deutsche Regierungschef stellte sich in Würzburg den Fragen, Sorgen und Nöten junger Menschen. Das kam nicht bei allen gut an.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist beim Katholikentag in Würzburg auf Protest gestoßen. Klimaaktivisten störten mehrfach sein Gespräch mit jungen Menschen, für das er am Ende aber auch viel Applaus bekam. Jugendvertreter forderten den Kanzler auf, junge Menschen stärker an politischen Entscheidungen zu beteiligen und sie nicht als faul zu bezeichnen.
„In meiner Partei hat noch niemand gesagt, dass die Menschen in Deutschland faul sind“, entgegnete Merz. Er räumte aber ein: „Ich weiß, dass ich in meiner Kommunikation etwas verbessern muss.“ Die Bundesregierung gebe nicht das beste Bild ab: „Vielleicht streiten wir im Augenblick zu viel und bringen zu wenig Ergebnisse. Das mag sein.“
Unter dem Motto „Gemeinsam Zukunft gestalten“ diskutierte der Kanzler mit Amy Kirchhoff (19), Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz, und Lisa Quarch (29) vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Der CDU-Vorsitzende warb vor rund 1.000 Zuhörenden dafür, dass mehr junge Menschen in Parteien der politischen Mitte eintreten und sich in der Kommunalpolitik engagieren sollten.
Jugendliche verlangen mehr Klimaschutz
Besuchen Sie Kirche+Leben in Würzburg!
Willkommen in Würzburg! Wenn Sie beim Katholikentag dabei sind, erwartet Sie Chefredakteur Markus Nolte am Stand von Kirche+Leben und Emmaus-Reisen im Zelt der Nordbistümer, in dem sich auf Einladung der Darlehnskasse Münster (DKM) die Diözesen Münster, Osnabrück, Hildesheim und Hamburg präsentieren. Sie finden uns nach einem kurzen Gang von der Würzburger Innenstadt über die Friedensbrücke rechts direkt am Mainufer (Stand FB-N-19).
Großen Applaus im Saal gab es vor allem für Forderungen nach mehr Klimaschutz. Auf die Frage, ob Merz den Mut habe, Deutschland zum Vorreiter beim Klimaschutz zu machen, antwortete er: „Ja, mit Technologie und nicht mit Verboten.“
Vor dem Veranstaltungssaal kamen nach Polizeiangaben rund 600 Demonstrierende zu einer Kundgebung zusammen. Die Organisatoren vom „Offenen Antifaschistischen Treffen“ warfen Merz vor, die Anliegen junger Menschen in Deutschland zu ignorieren.