Planungsprobleme wegen der Koalitionsverhandlungen

Katholikentag geht vom Mitwirken von Bundesministern aus

Trotz der langwierigen Bildung einer Regierungskoalition gehen die Veranstalter des Katholikentags vom 9. bis 13. Mai in Münster davon aus, dass Minister des Bundeskabinetts im Programm mitwirken. „Wir haben die Ministerien angeschrieben und sind auf amtierende Minister und Staatssekretäre zugegangen“, sagte der Sprecher des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Theodor Bolzenius, zu „Kirche-und-Leben.de“.

Es sei „gute Tradition“, dass Ressortchefs der Bundesregierung beim Katholikentag mitdiskutieren, so der Sprecher des ZdK, das den Katholikentag veranstaltet. „Wir fragen sie ja wegen ihres Amtes an, unabhängig von der Parteizugehörigkeit.“ Die Anfrage gelte daher sowohl den Mitgliedern der geschäftsführenden Bundesregierung als auch möglichen neuen Ministern, falls bis zum Katholikentag eine neue Regierung gebildet ist.

Programm-Datenbank und App immer auf neuestem Stand

Bolzenius erwartet, dass sich in manchen Fällen erst kurzfristig entscheidet, wer teilnimmt – zu spät für das klassisch gedruckte Programmbuch. „Mitte März soll das Programm aber in einer Datenbank im Internet vorliegen, die dann auch per Smartphone-App zugänglich ist“, erläuterte der Sprecher. „Diese Daten können bis unmittelbar vor der Veranstaltung aktualisiert werden.“

Der ZdK-Sprecher verwies darauf, dass Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bereits für Münster zugesagt habe. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe bei allen Katholikentagen ihrer Amtszeit mitgewirkt – mit Ausnahme des Treffens 2016 in Leipzig, als sie wegen des zeitgleichen Gipfeltreffens der G7-Staaten in Japan absagen musste.

Vorstellung des Programms am Montag

„Das Leitwort des Katholikentags in Münster, ›Suche Frieden‹, hat Anknüpfungspunkte bei vielen Bundesministerien“, sagte Bolzenius. Es gehe um den Frieden nach Kriegen und Konflikten, in der internationalen Zusammenarbeit und innerhalb der Gesellschaft. Diese Aspekte würden etwas das Verteidigungs- und das Entwicklungsministerium betreffen.

Am kommenden Montag stellen Thomas Sternberg, Präsident des ZdK, und Felix Genn, Bischof des gastgebenden Bistums Münster, Höhepunkte des Katholikentags-Programms vor Journalisten vor.