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Erstmals macht das Saterland mit – echte Begegnungen stehen im Vordergrund

Katholische Akademie Stapelfeld setzt auf neues „ÜberLEBENS“-Programm

  • Aufgrund der fehlenden Planungssicherheit hat die Katholische Akademie Stapelfeld (KAS) erstmals ein Halb-Jahres-Programm bis Pfingsten herausgegeben.
  • Martin Feltes, pädagogischer Direktor, setzt auf persönliche Formate - in Abstimmung mit der Stadt und Landkreisen Cloppenburg und Vechta und dem Offizialat Vechta.
  • Die Dozenten stellen sich in kleinen Videoclips digital vor und starten außerdem eine Adventsreihe.
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„Wir sind hoffnunsgfroh, dass der Betrieb ab Januar langsam, aber auch sicher wieder anlaufen wird“, sagt Martin Feltes, pädagogischer Direktor der Katholischen Akademie Stapelfeld (KAS) im Oldenburger Land, und seine Stimme klingt dabei sehr zuversichtlich durchs Telefon.

Die Zeiten sind gerade nicht einfach für das renommierte Bildungshaus im Oldenburger Land, das von der „Stiftung Kardinal von Galen“ getragen wird. Da sind Kreativität und Flexibilität gefragt. Aufgrund der fehlenden Planungssicherheit hat die Akademie daher erstmals nur ein Halb-Jahres-Programm bis Pfingsten herausgegeben. „Wir wissen noch nicht genau, was wir zu welcher Zeit mit wie vielen Personen durchführen dürfen. Wir müssen auf Sicht fahren und stochern immer ein bisschen im Nebel. Wir wissen noch nicht, was für Einschränkungen im Dezember noch kommen. Wir versuchen, das Beste daraus zu machen“, sagt Feltes.

Überlebens-Strategie Humor

Unter diesen Umständen kann sich das umfangreiche Programm mit dem Titel „überLEBEN“ sehen und lesen lassen: Auf 120 Seiten hat das KAS-Team Seminare, Vorträge und Weiterbildungsprogramme zusammengestellt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die Pandemie auf das Leben, die Familie und das soziale Miteinander auswirkt. Den grundsätzlichen Fragen über das Leben und Überleben in Krisenzeiten gehen die Dozentinnen der verschiedenen Fachbereiche in Seminaren wie zum Beispiel „ÜberLebens-Strategie Humor“, „ÜberLeben mit Muttersprache“ oder „Kunst und Musik als LEBENSmittel“ nach. Aber auch Kreativ-, Musik und Familienseminare, Foto-, Kommunikations- und Märchenworkshops sowie Veranstaltungen zu den Themen Philosophie, Glaube, Religion und Theologie werden in den kommenden Monaten unter Einhaltung der jeweils aktuellen Corona-Regeln durchgeführt.

Trotzdem bleibe es bei einer Planung von Tag zu Tag „Ob das Fotoseminar im Januar mit einem Dozenten aus Schottland stattfinden kann, ob er er einreisen darf, müssen wir abwarten“, sagt Feltes.

Kaum Online-Veranstaltungen

Digitale Angebote sind im KAS-Programm kaum aufgeführt, und das ist auch gut so, findet Martin Feltes: „Kein digitales Format ersetzt die persönliche Begegnung. Gerade Stapelfeld ist ein Ort des Miteinander- und Voneinanderlernens, des Austausches, auch vor und nach den Veranstaltungen.“ Der persönliche Kontakt fehle auch im erneuten Lockdown, „wir vermissen, metaphorisch gesehen, die Umarmung durch unsere Gäste in dieser berührungslosen Zeit“, ergänzt Feltes.

Partiell sind gerade alle Dienstbereiche des Hauses von Kurzarbeit betroffen. Die ersten ausgebuchten Veranstaltungen im Januar böten vor diesem Hintergrund eine hoffnungsvolle Perspektive: „Da ist eine Sehnsucht da bei den Menschen, eine Sehnsucht nach Persönlichkeitsbildung, nach spirituellen Angeboten und musisch-kulturellen Angeboten,“, sagt der promivierte Kunsthistoriker.

Video-Serie durch den Advent

Dieser Sehnsucht möchte das Dozententeam zumindest digital ein bisschen stillen: In einer Video-Serie durch den Advent werden im Wechsel die kunstvoll geschnitzten Krippenfiguren der Akademie vorgestellt, sowie ihre tiefere Bedeutung für die Weihnachtszeit und den christlichen Glauben hinterfragt.

Außerdem stellt sich das Dozententeam in kleinen Videoclips vor. Dabei packen sie einen symbolischen „ÜberLEBENS-Rucksack“ mit Dingen und Ideen, die ihnen wichtig sind und die sie mit den Zuschauern teilen möchten. Die digitalen Angebote sind unter www.ka-stapelfeld.de abrufbar.

„Leg mal das Handy weg!“

Neu ist die Kooperation mit der Pfarrgemeinde St. Jakobus, Saterland. „Es war schon lange die Idee in unserem Haus, so einen Austausch anzustreben. Wir wollen lernen und verstehen: was bewegt eine Pfarrgemeinde? Wo liegen Chancen und auch Probleme? Wo können wir uns als Akademie einbringen, und was sind die Fragen, die in einer Pfarrgemeinde gestellt werden“, beschreibt Martin Feltes das Pilotprojekt, für das Pfarrer Marc Röbel als geistlicher Direktor verantwortlich zeichnet.

Geplant sind verschiedene Formate, wie zum Beispiel ein Wochenendseminar unter dem Thema „Svenni, leg doch mal das Handy weg!“ mit dem Pastoralteam und den Mitgliedern der Pfarrgemeinde.

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