„ifp“-Leiter Bernhard Remmers über eine einzigartige Medien-Ausbildung

Katholische Journalistenschule: „Von Enge keine Spur“

Berufswunsch: „Irgendwas mit Medien“. Aber der Weg dahin ist schwer. Die katholische Journalistenschule „ifp“ gilt als eine der besten in Deutschland. Direktor Bernhard Remmers über die Ausbildung, Karrierechancen und prominente Absolventen.

„Kirche+Leben“: Herr Remmers, Journalistenschulen gibt es viele. Warum sollte man sich ausgerechnet bei einer kirchlichen Journalistenschule bewerben? Engt das spätere Tätigkeitsfelder nicht arg ein?

Bernhard Remmers: Das „Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses“ (ifp) zählt seit beinahe 50 Jahren zu den führenden Journalistenschulen in Deutschland. Die Ausbildung der jungen Journalistinnen und Journalisten ist konsequent crossmedial ausgerichtet und bereitet die jungen Leute auf Jobs nicht nur bei kirchlichen Medien vor. Von Enge keine Spur! Die meisten Absolventen arbeiten heute erfolgreich in Redaktionen weltlicher Medien.

Was macht die ifp-Ausbildung so besonders?

Neben ihrer Ausbildung in der jeweiligen Redaktion besuchen die Volontäre Seminare zu den verschiedenen journalistischen Arbeitsfeldern im ifp. Hier werden sie von erfahrenen Berufskollegen geschult, zum Beispiel in den eigenen Hörfunk- und Fernsehstudios des ifp. Acht Wochen sind für diese Seminare vorgesehen, dazu kommen zwölf Wochen Praktika in namhaften Medien. Solche Möglichkeiten bietet keine andere Journalistenschule ihren Volontären.

Bernhard Remmers studierte in Münster und Bonn. Anschließend absolvierte er ein Volontariat bei einer Tageszeitung in Flensburg, für die er anschließend aus der Landespolitik in Kiel berichtete. 13 Jahre lang leitete Remmers in Osnabrück die Mantelredaktion für elf Bistumszeitungen. Es folgten fünf Jahre als freier Journalist, während der er unter anderem für die Hannoversche Zeitung arbeitete. Seit fünf Jahren ist er journalistischer Direktor des ifp mit Sitz in München. | Foto: ifp

Ganz wichtig ist uns die christliche Grundlage der Ausbildung. Die jungen Leute erleben im ifp den katholischen Glauben, können zum Beispiel bei Besinnungstagen mit einem Priester über existentielle Fragen sprechen. Und nicht zuletzt ist die Ausbildung im ifp für die Volontäre der Einstieg in ein lebendiges Netzwerk von mittlerweile fast 3000 Absolventen. Es gibt kaum ein Medium in Deutschland, wo nicht irgendwo auch ein ifp´ler oder eine ifp´lerin arbeitet.

Und nicht wenige haben heute wichtige Jobs wie zum Beispiel der Chefredakteur des Spiegel, Klaus Brinkbäumer, oder die Leiterin des ZDF-Hauptstadtstudios, Bettina Schausten. Beide haben wie viele andere angesehene Kollegen ihre Ausbildung beim ifp gemacht.

Welche Chancen haben ifp-Absolventen auf dem journalistischen Markt?

Die allermeisten Absolventen der katholischen Journalistenschule finden nach ihrer Ausbildung auch einen Arbeitsplatz im Journalismus oder auch in der Pressearbeit oder in der Unternehmenskommunikation. Das ist sicher nicht so einfach wie noch vor zehn oder 20 Jahren, und viele junge Journalisten müssen erst einmal Zeitverträge oder Teilzeitangebote akzeptieren. Andere machen sich auf in ihnen bislang unbekannte Landstriche Deutschlands, weil dort ein Arbeitsplatz in einer Lokalredaktion lockt. Die Neugier auf etwas Neues sollte sich jeder Journalist bewahren.

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