BDKJ-Vorsitzender: Bei Sachbeschädigung wird es problematisch

Katholische Jugend: Klima-Demos müssen Verhältnismäßigkeit wahren

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) warnt vor unverhältnismäßigen Aktionen beim Protest für mehr Klimaschutz: „Problematisch wird es, wenn es mit Sachbeschädigung einhergeht, wo Eigentum zerstört oder entsprechend gefährdet wird“, sagte der Bundesvorsitzende des Dachverbands katholischer Jugendverbände, Thomas Andonie, dem Kölner „Domradio“.

Der BDKJ unterstütze die „Fridays for Future“-Bewegung und dabei auch Formen des zivilen Ungehorsams wie das Schulschwänzen, so Andonie. Auch die Bewegung „Extinction Rebellion“ habe zivilen Ungehorsam als Protestform gewählt: „Da muss man jetzt aber noch einmal fragen: Was ist die Verhältnismäßigkeit? Ist das Mittel, das ich gewählt habe, geeignet, das Ziel, das ich habe, zu verfolgen? Das muss man dann immer wieder im Detail prüfen.“

Andonie: Schadet radikaler Protest dem eigentlichen Ziel?

Die bisherigen Proteste in Berlin waren aus Andonies Sicht „durchaus noch in Ordnung“. Mit Blick auf Aktionen in anderen Ländern müsse man aber schon fragen, was verhältnismäßig und angemessen sei: „Wo schadet man vielleicht sogar dem Ziel, eine gute Klimapolitik umzusetzen, dadurch, dass man als sehr radikal wahrgenommen wird und auch als gefährlich in der Wahrnehmung der Bevölkerung?“

Grundsätzlich sei es aus Sicht des BDKJ zu begrüßen, ergänzte Andonie, dass junge Menschen durch ihre Proteste schon viel bewegt und das Thema Klimaschutz stärker in die Öffentlichkeit gebracht hätten. Den katholischen Jugendverbänden sei es aber mindestens genauso wichtig, in der eigenen Arbeit ganz konkret Klima und Umwelt zu schützen, etwa durch kritischen und nachhaltigen Konsum und andere Formen umweltschonenden Verhaltens.