POLITIK

Katholische Jugendverbände aus vier Ländern warnen vor Antifeminismus

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Die christliche Rechte hat es auch auf Frauen abgesehen. Junge Menschen aus Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz sehen darin eine Gefahr.

Von KNA

Katholische Jugendverbände aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol warnen gemeinsam vor christlichem Fundamentalismus. Laut einer Pressemitteilung sehen sie ihn als Bedrohung für die liberale Gesellschaft, „da dieser Antifeminismus fördert und eine Tür für politische Radikalisierung öffnet“.

Man wolle daran mitarbeiten, „eine demokratische und offene Welt mitzugestalten“, betonte Lisa Quarch, Geistliche Bundesleitung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Elisabeth Wanek vom Bundesvorstand der Katholischen Jugend (KJ) Österreich sagte, Antifeminismus verstärke klischeehafte Rollenbilder und begünstige Gewalt gegen Frauen: „Antifeminismus findet viel zu oft unter christlichem Deckmantel statt“, so Wanek.

Gendergerechtigkeit meint Partizipation

Beim Vernetzungstreffen der deutschsprachigen katholischen Jugendverbände am Wochenende in Berlin diskutierten die Verbandsvertreter zudem die Themen Geschlechtergerechtigkeit und Gleichstellung. Dominik Heiss von Südtirols Katholischer Jugend (SKJ) sagte, die Kirche könne nur dann eine Zukunft haben, wenn alle Menschen mit ihren Fähigkeiten und Perspektiven willkommen seien und einen Platz fänden.

So bedeute Gendergerechtigkeit in der Kirche, sagte Heiss, dass alle Menschen unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung und Identität „dieselben Möglichkeiten, Verantwortung, Mitgestaltung und Rechte haben“. Gemeinsam vereinbarten die Jugendverbände, den synodalen Prozess der Weltkirche nicht als „ferne Rom-Agenda“ zu sehen, sondern sich selbst in den eigenen Verbänden und Bistümern aktuell für Synodalität einzusetzen.

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