Anzeige
Papst Leo XIV. ruft die Vorsitzenden aller nationalen Bischofskonferenzen - darunter Heiner Wilmer - nach Rom. Was der Anlass und die Ziele sind.
Der Vatikan hat Einzelheiten zu einem Bischofstreffen über Ehe und Familie bekanntgegeben. Vom 7. bis 14. Oktober kommen im Rom rund 200 Bischöfe, Familien und Experten zusammen, um über eine zeitgemäße Seelsorge für und mit Familien zu beraten. Schwerpunkt ist die Frage, wie die katholische Kirche Familien begleiten kann, damit sie den Glauben weitergeben können, hieß es bei der Programmvorstellung im Vatikan.
Papst Leo XIV. soll in weiten Teilen an den Sitzungen teilnehmen. Anlass für die Zusammenkunft ist der zehnte Jahrestag der Veröffentlichung des Schreibens „Amoris laetitia“ von Papst Franziskus.
Beratungen in Kleingruppen und im Plenum
Das Treffen wird im bereits erprobten „synodalen Stil“ stattfinden. Nach einem morgendlichen Impuls und einer Einführung in das täglich wechselnde Thema beraten die Teilnehmenden zunächst in 16 Kleingruppen.
Am Nachmittag werden Ergebnisse im Plenum besprochen. Am Ende der Beratungen steht ein zusammenfassender Bericht, der an Leo XIV. übergeben wird. Ein offizielles Abschlussdokument wie zuletzt bei der Weltsynode 2024 soll es nicht geben.
Diese Themen werden besprochen
Pro Thema ist ein kurzer einführender Vortrag eines Bischofs, eines Experten sowie ein Erfahrungsbericht von „Betroffenen“, also Eheleuten oder Familien, vorgesehen. Die Themen lauten: „Familien heute: Realität, Schönheit und Herausforderungen“, „Junge Menschen und die Entdeckung der Berufung zur Ehe“, „Die ersten Ehejahre: Eine entscheidende Zeit“, „In den Schwierigkeiten des Lebens: Begleitung und Unterstützung“ sowie „Christliche Familien als Subjekte der kirchlichen Mission“.
Laut den Organisatoren, federführend die vatikanische Familienbehörde und das Synodensekretariat, werden sich die Diskussionsgegenstände anhand der Erfahrungsberichte ergeben. Anwesend sein werden die Spitzen der nationalen Bischofskonferenzen und der mit Rom verbundenen Ostkirchen. Weitere Teilnehmende wurden unter anderem vom Papst selbst eingeladen.
Zwei Teilnehmer aus Münster
Die Beratungen finden nicht presseöffentlich statt. Die Ansprachen der Bischöfe sollen schriftlich verbreitet werden. Zum Schutz der Privatsphäre gilt das für die Zeugnisse der Familien nicht.
Leo XIV. wird zu Beginn der Versammlung am Nachmittag des 7. Oktober sowie zum Abschluss am Nachmittag des 14. Oktober sprechen. An diesem Tag leitet er auch die große Abschlussmesse auf dem Petersplatz.
Aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nehmen die jeweiligen Bischofskonferenz-Vorsitzenden Heiner Wilmer, Franz Lackner und Charles Morerod teil. Unter den Experten ist der deutsche Pastoraltheologe Christian Bauer aus Münster.