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Katholisches Büro: Genereller Verzicht kommt nicht infrage

Katholische Kirche in NRW hält an Weihnachtsgottesdiensten fest

  • Während fast alle evangelischen Gemeinden in Nordrhein-Westfalen wegen der Corona-Pandemie auf öffentliche Weihnachtsgottesdienste verzichten, hält die katholische Kirche an den Feiern fest.
  • Die Staatskanzlei habe versichert, dass Ministerpräsident Armin Laschet öffentliche Gottesdienste nicht insgesamt in Frage stelle, hieß es.
  • Antonius Hamers vom Katholischen Büro sagt, er habe „in Absprache mit den fünf Bistümern erklärt, dass ein genereller Verzicht auf Präsenzgottesdienste für uns nicht in Frage kommt“.
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Während fast alle evangelischen Gemeinden in Nordrhein-Westfalen wegen der Corona-Pandemie auf öffentliche Weihnachtsgottesdienste verzichten, hält die katholische Kirche an den Feiern fest. Die Staatskanzlei habe versichert, dass Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) öffentliche Gottesdienste nicht insgesamt in Frage stelle, hieß es auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) aus dem Katholischen Büro in Düsseldorf. Dessen Leiter, Domkapitular Antonius Hamers aus Münster, sagte, er gehe davon aus, dass es in allen fünf NRW-Bistümern neben alternativen Angeboten wie etwa Onlinegottesdiensten auch Präsenzgottesdienste gebe. Die Menschen könnten in Eigenverantwortung zwischen den Formaten wählen.

Laschet hatte am Sonntag angekündigt, noch einmal mit den Kirchen wegen öffentlicher Weihnachtsgottesdienste sprechen zu wollen. Angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen zeigte er sich skeptisch, ob die Feiern tatsächlich in der bisher geplanten Form stattfinden können. Hamers sagte der KNA, er habe mit Blick auf das Interview Kontakt mit der Staatskanzlei gehabt und „in Absprache mit den fünf Bistümern erklärt, dass ein genereller Verzicht auf Präsenzgottesdienste für uns nicht in Frage kommt“.

Evangelische Gemeinden haben über 90 Prozent der Feiern abgesagt

Unter den katholischen NRW-Bischöfen hat bislang allein Franz-Josef Overbeck im Bistum Essen seinen Pfarreien freigestellt, auf Präsenzgottesdienste zu verzichten. Die übrigen Bistümer Aachen, Köln, Münster und Paderborn wollen Feiern mit Besuchern anbieten.

In den evangelischen Landeskirchen in NRW hingegen werden beinahe alle öffentlichen Gottesdienste entfallen. 80 bis 90 Prozent der Feiern im Rheinland seien abgesagt, sagte der Beauftragte der Evangelischen Kirchen bei Landtag und Landesregierung, Rüdiger Schuch, auf KNA-Anfrage.

Kirchengebäude bleiben geöffnet

In Westfalen und Lippe liege der Anteil noch höher. Dort fänden nur vereinzelt Präsenz-Gottesdienste statt, darunter ökumenische Feiern, die bereits lange geplant gewesen seien. Auch Schuch verwies auf alternative Formate wie Online-, Fernseh- und Radiogottesdienste. Zudem seien die Kirchen über Weihnachten als Orte der Stille geöffnet.

Laut aktueller Corona-Schutzverordnung in NRW sind öffentliche Gottesdienste mit Auflagen grundsätzlich möglich. Es gelten der Mindestabstand und Maskenpflicht auch am Platz. Hinzu kommen weitere Regeln. So muss das Ordnungsamt informiert werden und die Gemeinde darf nicht singen. Während des ersten Corona-Lockdowns im Frühjahr hatte das Land NRW öffentliche Gottesdienste nicht generell untersagt. Stattdessen hatten die Kirchen von sich aus auf die Feiern verzichtet.

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