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Zu klein, zu alt, zu hohe Modernisierungskosten – das führt derzeit oft zur Schließung katholischer Kitas. Doch es geht auch anders.
Berichte über Schließungen katholischer Kitas im Bistum Münster gab es zuletzt mehrfach. Die Gründe: zu klein, darum nicht wirtschaftlich zu betreiben, zu alt, hoher Modernisierungsbedarf. Hinzu kommt: Niemand weiß, wie viele Kinder in einem oder zwei Jahren geboren werden und einen Kita-Platz brauchen. In ersten Einrichtungen bleiben derzeit Plätze frei.
Doch Kitas werden nicht nur aufgegeben: In Kalkar-Niedermörmter im niederrheinischen Kreis Kleve soll im Sommer 2027 ein Neubau mit Platz für drei Gruppen eröffnen.
Kita-Modernisierung war zu teuer
„Im vergangenen Jahr war der Plan, das bestehende Gebäude, das auf zwei Gruppen ausgelegt ist, zu modernisieren und leicht umzubauen“, berichtet Kirchenvorstandsmitglied Bernd Janßen laut Bischöflicher Pressestelle. Das wäre aber weitaus teurer geworden als zunächst geplant. „Nicht umsetzbar“, urteilt Pfarrer Alois van Doornick.
Die Pfarrei sehe sich aber den Kindern und Eltern – bei bisher ungebrochener Nachfrage – verpflichtet. Darum werde gemeinsam mit einem Investor eine neue Kita gebaut, die allen modernen Standards entspreche, bei der Betreuung und auch energetisch.
Eine Kita-Gruppe mehr
Drei statt bisher zwei Gruppen soll es geben: „Kleine Kindertageseinrichtungen mit weniger Gruppen sind perspektivisch nicht auskömmlich zu finanzieren“, sagt Marc Groenewald von der Zentralrendantur Kleve. Das gelte auch für einen geplanten Neubau in Kalkar-Wissel.
Und wenn geburtenschwache Jahrgänge kommen? Dann könne man „auf eine oder mehrere Gruppen in der Kita St. Nikolaus in der Kalkarer Innenstadt“ verzichten, erläutert Groenewald. Das sei unproblematisch, weil es in Kalkar und Alt-Kalkar zahlreiche Angebote gebe.
Während der Bauphase in Niedermörmter laufe der Betrieb in den bisherigen Gebäuden uneingeschränkt weiter, heißt es. In den fünf Kitas im Verbund von Heilig Geist und St. Clemens Kalkar werden laut Angaben derzeit 266 Kinder betreut.