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Warum die Universitäten die Theologie fusionieren wollen, was das für Studierende heißt, was Land und Bistum Essen sagen.
Die Universität Bochum und die Universität Duisburg-Essen planen eine gemeinsame Katholisch-Theologische Fakultät. Planungen zur Gründung laufen, bestätigen Sprecher beider Universitäten der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).
Die neue Fakultät soll die bislang bestehende Fakultät für Katholische Theologie der Ruhr-Universität und das Institut für Katholische Theologie der Universität Duisburg-Essen ersetzen. Grund sind laut einem Sprecher des Wissenschaftsministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen sinkende Zahlen der Theologiestudierenden an beiden Standorten.
Weniger Theologie-Studierende
In Bochum sei die Zahl zwischen 2018 und 2025 um 63 Prozent zurückgegangen, in Essen um 42 Prozent. Bei Theologie-Studienanfängern zeigt sich laut dem Sprecher ein noch deutlicherer Rückgang um 71 Prozent in Bochum und 56 Prozent in Duisburg-Essen.
„Die beiden Universitäten sind deshalb mit dem Ansinnen an das Land herangetreten, eine gemeinsame Fakultät zu gründen, um Studierenden im Fach Katholische Theologie dauerhaft ein verlässliches Studienangebot machen zu können“, teilt der Ministeriumssprecher mit. Der hochschulrechtliche Prozess stehe jedoch noch „ganz am Anfang“.
Was folgt für Studierende und Mitarbeitende?
NRW befinde sich aufgrund der staatskirchenrechtlichen Regelungen zwischen Land und katholischer Kirche in einem noch nicht abgeschlossenen Austausch. Voraussetzung für die Zustimmung des Landes sei, dass alle Studierenden ihr Studium fortsetzen und beenden könnten. Für bisherige Bedienstete gelte zudem eine Beschäftigungsgarantie.
Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck begrüßte den Beratungsprozess beider Universitäten bereits vor wenigen Wochen. Er bezeichnete die geplante Zusammenlegung als „verantwortbaren Weg“.
Unterstützung von Bischof Overbeck
„Es geht nicht um Bochum gegen Essen, sondern um die gemeinsame Verantwortung für die katholische Theologie im Ruhrgebiet“, so der Bischof. Ein Sprecher bestätigt nun, Overbeck unterstütze den Prozess und stehe mit zuständigen vatikanischen Behörden in Kontakt.
Wie die Zeitung „Tagespost“ unter Berufung auf die Universität Duisburg-Essen berichtet, beginnt die „Gründungsphase“ der Fakultät am 1. Januar 2027. Sitz soll demnach Bochum sein, Lehrveranstaltungen sollen aber auch weiter in Essen stattfinden. Als Gründungsdekanin sei für einen Zeitraum von vier Jahren die Bochumer Fundamentaltheologin Julia Enxing bestellt.