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Der Münchner Erzbischof ehrte die Preisträgerinnen und Preisträger des Katholischen Medienpreises 2026 – und verteidigte journalistische Arbeit.
Für den Münchner Kardinal Reinhard Marx trägt guter Journalismus dazu bei, Räume für Anteilnahme und Verständigung zu schaffen. „Wo sorgfältig recherchiert, aufmerksam zugehört und differenziert erzählt wird, kann Journalismus Nähe herstellen, ohne Distanz und kritischen Blick aufzugeben“, sagte Marx laut Mitteilung am Dienstagabend, 15. September, bei der Verleihung des 24. Katholischen Medienpreises in München. Guter Journalismus fördere die Fähigkeit zur kritischen Reflexion und ermögliche es, Fehlentwicklungen wahrzunehmen und zu korrigieren, sagte Marx, der auch Vorsitzender der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz ist, die den Preis vergibt.
Die ausgezeichneten Beiträge rückten den Menschen, seine unveräußerliche Würde, aber auch seine Verletzlichkeit und sein Leid ins Zentrum ihrer Berichterstattung, sagte Marx weiter. „Sie ermöglichen uns, gesellschaftliche Entwicklungen und Erfahrungen aus der Perspektive derjenigen zu betrachten, die unmittelbar von ihnen betroffen sind.“
Hauptpreis für Beitrag über indische Fahrradkuriere
Den mit 5.000 Euro dotierten Hauptpreis erhält Alfred Breuer in der Kategorie Audio für das Radiofeature „Ausbeutung mit System – Indische Fahrradkuriere in Deutschland“ im ARD-Hörfunk. Das Stück mache die ganze Ambivalenz eines Gemeinwesens sichtbar, das auf Einwanderung angewiesen sei, sie aber bis heute nicht würdig organisiere, sagte Wirtschaftsjournalistin Ursula Weidenfeld in ihrer Laudatio. Der Beitrag sei „ein Appell für Anstand und Menschenwürde“.
Die Preise in den übrigen drei Kategorien sind mit jeweils 2.500 Euro dotiert. In der Kategorie Print erhält Maik Großekathöfer den Preis für den im „Spiegel“ erschienenen Artikel „Ich bin immer bei Dir“. Darin lässt er drei Menschen ihre Gründe dafür schildern, warum sie Künstliche Intelligenz (KI) zum Lebenspartner gemacht haben.