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Konzept zur Predigtausbildung macht ihn bekannt

Katholischer Theologe Rolf Zerfaß ist tot

  • Der katholische Theologe Rolf Zerfaß ist im Alter von 87 Jahren in Würzburg gestorben.
  • Sein Schüler Christian Bauer würdigte Zerfaß als „einen der bedeutendsten Pastoraltheologen des ganzen deutschen Sprachraums“.
  • Insbesondere sein Konzept der Predigtausbildung sorgte für Aufsehen.
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Rolf Zerfaß, katholischer Theologe, ist tot. Der langjährige Professor für Praktische Theologie starb am Donnerstag im Alter von 87 Jahren in Würzburg. Das teilte sein Schüler, der Innsbrucker Theologe Christian Bauer, mit. Bauer verwaltet das Archiv des Verstorbenen und hat „zur dankbaren Erinnerung an ihn und für die kreative Weiterarbeit mit seiner Theologie“ eine Internetseite freigeschaltet. Er würdigte Zerfaß als „einen der bedeutendsten Pastoraltheologen des ganzen deutschen Sprachraums“.

Zerfaß stammte aus dem Hunsrück, studierte Theologie in Trier und Innsbruck und wurde 1960 zum Priester geweiht. Nach seiner Habilitation in Münster lehrte er als Professor für Pastoraltheologie und Homiletik von 1972 bis zu seiner Emeritierung 1999 an der Universität Würzburg. Jahrelang arbeitete er nebenamtlich als Psychiatrieseelsorger.

Konzept zur Predigtausbildung viel beachtet

Wissenschaftlich galt sein Hauptinteresse der Vermittlung zwischen Evangelium und moderner Kultur sowie zwischen Theologie und Humanwissenschaften. Auf internationales und ökumenisches Interesse stieß sein Konzept zur Predigtausbildung, das unter dem Leitsatz stand: „So von Gott zu sprechen, dass sich etwas ändern kann“. Zu seinen Schülern zählen Paul Michael Zulehner (Wien) und Ottmar Fuchs (Bamberg/Tübingen).

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