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Strukturreformen, Finanzierungsprobleme, steigende Kosten – das hat nun Folgen für ein Krankenhaus im niedersächsischen Bistumsteil.
Das katholische St.-Bernhard-Hospital in Brake im Oldenburger Land schließt. Das Ende des Krankenhausbetriebs sei „für den Herbst geplant“, sagt Krankenhaussprecherin Cordula Mahr gegenüber Kirche+Leben. Der schrittweise Schließungsprozess habe begonnen, ein genaues Enddatum stehe noch nicht fest.
Für das Krankenhaus in der Kreisstadt des Kreises Wesermarsch nordwestlich von Bremen lief seit November 2025 ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Geschäftsführung, Mitarbeitende, Gläubiger, Berater und Partner hätten „alles darangesetzt“, den Standort zu erhalten, heißt es auf der Internetseite des Hospitals. Es sei aber „deutlich geworden, dass die wirtschaftlichen und strukturellen Rahmenbedingungen eine langfristige Fortführung nicht mehr ermöglichen“.
Das kleinste katholische Krankenhaus
Das St.-Bernhard-Hospital, das 146 Jahre bestand, ist mit rund 100 Betten das kleinste katholische Allgemeinkrankenhaus im niedersächsischen Teil des Bistums Münster. Als Gründe für die Schließung nennt die Internetseite unter anderem eine „dauerhaft unzureichende Refinanzierung“, erhebliche Steigerungen von Tariflöhnen, „gestiegene Energiepreise, höhere Kosten für Medizinprodukte und Arzneimittel“ und die „allgemeine Inflation“.
Ein katholisches Krankenhaus arbeitet im laufenden Betrieb als Wirtschaftsunternehmen, muss also seine Kosten selbst decken. Die Krankenkassen zahlen für die Behandlung von Patienten je nach Erkrankung eine bestimmte Summe, die so genannte Fallpauschale. Davon müssen allerdings auch feste Kosten wie Personal bezahlt werden.