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Vize-Vorsitzende Agnes Wuckelt fordert 50 Prozent Frauen in Kirchenleitung

KFD sieht Rote Linien beim Synodalen Weg

Jede zweite Leitungsposition in der katholischen Kirche soll mit einer Frau besetzt werden. Das erwartet die Vize-Vorsitzende der katholischen Frauengemeinschaft, Agnes Wuckelt, als ein Ergebnis des Synodalen Wegs.

Schnelle Fortschritte bei der Beteiligung von Frauen in kirchlichen Leitungsfunktionen sind aus Sicht der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (KFD) unabdingbare Voraussetzung für eine Beteiligung des Verbandes am Reformprozess des Synodalen Wegs. „Alle Änderungen zugunsten von Frauen, die die deutschen Bischöfe, vom Kirchenrecht gedeckt, für ihre Diözese entscheiden können, müssen bereits während des Prozesses angegangen werden“, forderte die kfd-Vize-Bundesvorsitzende Agnes Wuckelt im Interview des Internetportals katholisch.de.

„Wenn sich hier nichts tun würde, dann weiß ich nicht, inwieweit wir noch Energie in den Synodalen Weg hineinstecken wollen“, so die Theologin. „Beim Thema Frauen in diözesanen Führungspositionen müssen die Bischöfe nicht in Rom nachfragen. Wenn sich da nachweisbar nicht schnell etwas tut, wäre für uns sicherlich eine Rote Linie überschritten.“

Konkret fordert sie eine Quote von 50 Prozent Frauen in kirchlichen Führungspositionen. Die Bischöfe hatten sich bei ihrer Frühjahrsvollversammlung im März darauf verständigt, dass sie den Frauenanteil in den Leitungspositionen der Diözesen auf ein Drittel steigern wollen.

Wuckelt: Bei Blockaden werden Laien reagieren

Wuckelt betonte, der Zugang von Frauen zur Priesterweihe sowie in einem ersten Schritt die Diakoninnenweihe blieben Ziele ihres Verbandes. „Uns ist selbstverständlich bewusst, dass es in dieser Frage keinen Alleingang der deutschen Bischöfe geben kann.“ Dennoch sei es „unabdingbar, dass die Bischöfe ein plausibles und nachhaltiges Votum zur Frauenweihe nach Rom senden“. Damit würden sie zum Ausdruck bringen, dass das Thema nicht nur in der Kirche in Deutschland, sondern auch weltkirchlich virulent sei. „Wenn das nicht erfolgen würde, wäre in unseren Augen definitiv auch eine Rote Linie überschritten.“

Wuckelt zeigte sich überzeugt, dass der Synodale Weg erfolgreich sein kann. Sicher werde es „Barrieren geben, vielleicht auch Rückschritte“ Wenn man zu schnell aufgebe, „würden wir denen das Heft des Handelns überlassen, von denen wir es uns nicht wünschen“. Sollten dennoch zentrale Fortschritte blockiert werden, dann „bin ich überzeugt, dass die Delegierten der Laienverbände an einem Strang ziehen würden“.

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