THEOLOGIE

Umstrittene „Woelki-Hochschule“ KHKT in Köln verliert ihre Führung

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Um die KHKT gibt es Streit zwischen dem Erzbistum Köln und dem Land NRW. Drei Personen geben nun ihre Leitung ab.

Von KNA

Die Leitung der Kölner Hochschule für Katholische Theologie (KHKT) wird neu aufgestellt. Zum Ende des Sommersemesters am 30. September läuft die Amtszeit von Rektor Christoph Ohly ab, der für eine weitere Wahlperiode nicht mehr zur Verfügung stehe, teilt die Trägerstiftung der KHKT mit.

Darüber hinaus werde Dominik Heringer seine Übergangstätigkeit als Geschäftsführer der KHKT gGmbH beenden. Nina Jungblut scheidet den Angaben zufolge ebenfalls zum Ende des Sommersemesters aus dem Amt der Kanzlerin. Eine vom Senat und vom Träger laut Satzung zusammengesetzte Findungskommission werde nun aktiv.

Professor Elmar Nass geht

Im April war bereits bekanntgeworden, dass der Sozialethiker Elmar Nass seine Professur für Christliche Sozialwissenschaften und gesellschaftlichen Dialog an der KHKT zum Ende des Sommersemesters aufgibt. Nass sagte, er habe sich nach reiflicher Überlegung entschlossen, sich wieder mehr auch anderen priesterlichen Aufgaben zuzuwenden.

Um die KHKT gibt es seit Jahren Streit zwischen dem Erzbistum Köln und dem Land Nordrhein-Westfalen. Das Erzbistum hatte die Hochschule 2020 auf Initiative von Kardinal Rainer Maria Woelki von den Steyler Missionaren übernommen. Seither studieren dort auch angehende Priester Theologie.

Streit zwischen Erzbistum Köln und Land NRW

Kritiker werfen Woelki vor, mit der KHKT ein konservatives Gegengewicht zur Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn schaffen zu wollen. Die Landesregierung pocht darauf, dass gemäß geschlossener Verträge allein die Bonner Universität Ausbildungsstätte für Priester des Erzbistums ist. Vatikan und Landesregierung hatten eine Kommission eingerichtet, um den Konflikt beizulegen.

Woelki würdigt den scheidenden Gründungsrektor Ohly. Er habe die Hochschule unter anderem mit "großer Loyalität gegenüber Auftrag und Träger aufgebaut". Unter seiner Leitung habe sich eine eigenständige und profilierte Hochschule etabliert.

Was aus den drei Führungskräften wird

Ohly wird den Angaben zufolge seine Tätigkeit an der KHKT als Lehrstuhlinhaber für Kirchenrecht, Religionsrecht und kirchliche Rechtsgeschichte verstärkt fortsetzen. Heringer, seit 2024 übergangsweise KHKT-Geschäftsführer, kehre vollständig in seine ursprüngliche Aufgabe als Hochschullehrer zurück und habe seinen kirchengeschichtlichen Lehrstuhl unverändert inne. Jungblut habe ihre Promotion sowie ihr Lizentiat im kanonischen Recht abgeschlossen und lege vor diesem Hintergrund ihr Amt als Kanzlerin nieder.

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