Ermittlungen auch in evangelischer Kita in Würzburg

Kinderporno-Verdächtiger war Leiter in katholischem Sportverein

Ein Kinderporno-Fall in Würzburg beschäftigt die evangelische Kirche in der Stadt sowie den katholischen Sportverein DJK. Beide zeigten sich schockiert über die Ermittlungen und sagten den Behörden volle Unterstützung zu. Der Tatverdächtige war Übungsleiter bei der DJK. Außerdem unterstützte er als Therapeut auch das Team einer Kindertageseinrichtung in Trägerschaft der evangelischen Kirche.

Er war am Mittwochabend festgenommen worden, ebenso ein weiterer Mann, der Mitarbeiter in der Einrichtung ist. Dieser wurde mittlerweile wieder freigelassen, wie die Zentralstelle Cybercrime Bayern an der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg erklärte.

Opfer im Kindergartenalter

Der Tatverdächtige soll Kinderpornos hergestellt und im sogenannten Darknet verbreitet haben. Das mutmaßlich selbst angefertigte Material zeige ausschließlich männliche Opfer im Kindergartenalter. Im Zuge der Ermittlungen war neben mehreren anderen Objekten am Mittwochabend auch die Kita durchsucht worden.

Nach Medienberichten sollen sich die Taten über mehrere Jahre erstreckt haben. Der Mann ist demnach der Lebenspartner des Kita-Mitarbeiters. In der Einrichtung war er beratend und unterstützend tätig. Bei der DJK kümmerte der Therapeut mit eigener Praxis sich um ein Kinderturn-Projekt, das mehrfach ausgezeichnet wurde.

Keine Ermittlungen gegen die Kita

Bei ihren Ermittlungen setzt die Polizei auf Hinweise aus der Bevölkerung und hat dafür eine Telefonhotline eingerichtet. Da sich die Ermittlungen nicht gegen die Einrichtung selbst richteten, bleibe diese weiter geöffnet, erklärte das Dekanat.