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Auch in Nordrhein-Westfalen verließen im vergangenen Jahr weniger Menschen die katholische Kirche. Die Zahlen im Einzelnen.
In Nordrhein-Westfalen sind erneut weniger Menschen aus der katholischen Kirche ausgetreten. Im bevölkerungsreichsten Bundesland kehrten 2025 insgesamt 83.440 Menschen der katholischen Kirche den Rücken. 2024 waren es noch etwa 3.500 mehr. Damit sind fast ein Drittel der 18 Millionen Menschen in NRW katholisch. Die Deutsche Bischofskonferenz veröffentlichte die Zahlen am Montag.
In den Jahren 2022 und 2023 lagen die Austrittszahlen in NRW wesentlich höher – bei 143.408 sowie 115.431. Damals gab es eine kontrovers geführte Debatte über die Missbrauchsaufarbeitung im Erzbistum Köln unter Leitung von Kardinal Rainer Maria Woelki. Seit 2024 hat sich die Austrittsdynamik in dem Bundesland deutlich verlangsamt.
Gut 69.000 verlassen evangelische Kirche
Bereits im Januar hatte das NRW-Justizministerium eigene Zahlen veröffentlicht. Demnach traten 2025 zum dritten Mal in Folge weniger Menschen aus der katholischen und evangelischen Kirche aus. Mit insgesamt 152.783 Austritten lag der Wert aber nach wie vor auf hohem Niveau.
In NRW müssen sich Austrittswillige an die Amtsgerichte wenden. Die Statistik des Justizministeriums schlüsselt nicht nach Konfessionen auf. Aus dem nun veröffentlichten Wert für die katholische Kirche ergeben sich 69.343 Austritte aus der evangelischen Kirche im Jahr 2025.
Mitgliederstärkstes Bistum in NRW
In NRW liegen die fünf katholischen Erzbistümer und Bistümer Köln (27.595 Austritte), Paderborn (17.585 Austritte), Aachen (11.222 Austritte), Essen (8.830 Austritte) und Münster (22.068 Austritte). Das Bistum Münster hat mit 1.589.793 Katholiken nach wie vor die meisten Mitglieder unter den deutschen Diözesen.