Anzeige
Unter dem Titel „Agatha: alles – außer gewöhnlich!“ eröffnet im Kreis Warendorf eine Ausstellung. Was zu erwarten ist.
Noch stehen Leitern zwischen den Kirchenbänken, Kabel verschwinden hinter Vitrinen, letzte Handgriffe werden getan. In der St.-Agatha-Kirche in Everswinkel-Alverskirchen im Kreis Warendorf herrscht in diesen Tagen eine besondere Spannung: Ab Sonntag wird das Gotteshaus selbst zur Ausstellung – und rückt eine Frau in den Mittelpunkt, die vor rund 1800 Jahren lebte und bis heute erstaunlich aktuell wirkt.
Unter dem Titel „Agatha: alles – außer gewöhnlich!“ eröffnen die „Freunde der Schatzkammer St. Agatha Alverskirchen“ am Sonntag, 18. Januar, eine Ausstellung zur heiligen Agatha von Catania. Anlass ist ein besonderes Jubiläum. Ihr Geburtsjahr wird in den Quellen um 225 nach Christus verortet – damit jährt sich ihr Geburtstag in diesen Tagen zum 1800. Mal.
Dramatische Lebensgeschichte
„Wir möchten, dass die Besucher aus der Ausstellung gehen und sagen: Das habe ich noch nicht gewusst“, sagt Marita Schlüter, Vorstandsmitglied des Vereins und eine der Kuratorinnen. „Heilige begegnen uns nicht ständig im Alltag. Aber man kann sich fragen: Sind sie vielleicht doch noch wichtig für mich – und wenn ja, warum?“
Agatha stammte aus Catania, sie starb um das Jahr 250 als Märtyrerin. Ihre Lebensgeschichte ist drastisch: Weil sie sich weigerte, einen römischen Statthalter zu heiraten, wurde sie gefoltert und schließlich getötet. Gerade diese Konsequenz mache sie bis heute bedeutsam, findet Marita Schlüter: „Agatha ist topaktuell. Sie steht für Selbstbestimmung und Standhaftigkeit. Sie hat gesagt: Ich gehe meinen Weg – auch wenn es mich alles kostet.“