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Bischof Bätzing, Präses Kurschus und ZdK-Vertreter wenden sich an den Bundeskanzler

Kirchen gratulieren Kanzler Olaf Scholz und bieten Gespräche an

  • Kirchenvertreter haben dem neuen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zur Wahl gratuliert und Gespräche über künftige Herausforderungen angeregt.
  • Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Georg Bätzing, nannte es das gemeinsame Ziel von Kirchen und Politik, die Lebensverhältnisse "auf einem wertebasierten Fundament zukunftsweisend zu gestalten".
  • Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken kündigte an, die Arbeit der neuen Regierung kritisch zu begleiten.
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Kirchenvertreter haben dem neuen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zur Wahl gratuliert und Gespräche über künftige Herausforderungen angeregt. Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, dankte Scholz für die Wertschätzung gegenüber Kirchen und Religionsgemeinschaften im Koalitionsvertrag. Er gehe davon aus, dass es viele gesellschaftlich relevante Themen gebe, "zu denen wir bald ins Gespräch kommen sollten", erklärte Bätzing.

Es werde das gemeinsame Ziel sein, die Menschen im Blick zu haben und die Lebensverhältnisse "auf einem wertebasierten Fundament zukunftsweisend zu gestalten". Bätzing betonte: "Dazu fühlen wir uns als Kirche mit unseren kirchlichen Einrichtungen und unserem Engagement verpflichtet, und dazu möchten wir gerne unseren Beitrag leisten."

Präses Kurschus erfreut über zentrale Themen der Regierung

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Annette Kurschus, zeigte sich dankbar, dass die Regierung neben der Corona-Pandemie "die Bekämpfung des Klimawandels, den Zusammenhalt der Gesellschaft und den Schutz der Flüchtlinge zu ihren zentralen Anliegen" zähle. Diese Themen lägen auch den Kirchen am Herzen. Mit Freude nehme sie wahr, "dass Sie das große Engagement vieler Christinnen und Christen in unserer Gesellschaft ausdrücklich würdigen", schreibt Kurschus an Scholz.

Der katholische Hamburger Erzbischof Stefan Heße wünschte Scholz in einem Schreiben "alles Gute, Mut, Freude an der Aufgabe und einen guten ethisch-moralischen Kompass". Heße erinnerte an den "Anker" des SPD-Politikers in Hamburg. Er glaube, die Hansestadt werde weiterhin eine besondere Rolle für Scholz spielen. Er war dort von 2011 bis 2018 Erster Bürgermeister.

ZdK: Wir sehen manche Positionen mit Sorge

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) kündigte an, die Arbeit der neuen Regierung kritisch zu begleiten. Man sehe manche Positionen etwa zur Schwangerenkonfliktberatung oder zur Stammzellforschung im Koalitionsvertrag "mit großer Sorge", sagte ZdK-Vizepräsidentin Birgit Mock.

Die neue ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp sagte dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland": "Im Bundestag wird die Zahl der Kirchenmitglieder immer kleiner. Wir betrachten es deshalb nicht als Selbstverständlichkeit, dass christliche Positionen automatisch gekannt und in jedem Fall berücksichtigt werden." Es zähle die Kraft des besseren Arguments.

"Politiker im ZdK bauen Brücken"

Im ZdK seien einige engagierte Politikerinnen und Politikern vertreten, die seit langem eine Brücke zwischen dessen Positionen und der parlamentarischen Arbeit bauten, so Stetter-Karp: "Wir freuen uns auf Gespräche mit der künftigen Regierung."

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