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Protestant für weitere fünf Jahre Staatsoberhaupt in Deutschland

Kirchen gratulieren Steinmeier: „Bundespräsident wirkt als Anker“

  • Kirchen und Verbände haben Frank-Walter Steinmeier zur Wiederwahl als Bundespräsident gratuliert und sein Eintreten für Demokratie und Zusammenhalt gewürdigt.
  • Der Protestant Steinmeier bleibt für weitere fünf Jahre Staatsoberhaupt in Deutschland.
  • Katholiken, Protestanten und Juden würdigen sein bisheriges Wirken.
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Kirchen und Verbände haben Frank-Walter Steinmeier zur Wiederwahl als Bundespräsident gratuliert und sein Eintreten für Demokratie und Zusammenhalt gewürdigt. Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, betonte, der Protestant Steinmeier halte wie kaum ein anderer als "Anker" die Gesellschaft zusammen. "Der offenkundigen Gefahr von Polarisierung, Spaltung und Misstrauen setzen Sie eindrucksvoll und authentisch Ihr persönliches Lebenszeugnis entgegen, das von Vertrauen, Miteinander und Verständnis geprägt ist."

Bätzing dankte Steinmeier für vertrauensvolle Beziehungen, die er zur katholischen Kirche auch in stürmischen Zeiten pflege. "Es ist gut, dass Deutschland Sie für eine weitere Amtszeit als Bundespräsident wissen darf." Die Wahl sei Stärkung und Auftrag. "Es wird auch weiterhin darum gehen, soziale Kälte und tiefere Spaltungen in der Gesellschaft einzuhegen und stattdessen Hoffnung auf eine gute Zeit nach der Pandemie zu vermitteln."

Kurschus: Erfahren und diskursfähig

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Präses Annette Kurschus, erklärte: "Dass unser Land und unsere Demokratie in gesellschaftlich, außen- und weltpolitisch herausfordernden Zeiten durch einen erfahrenen und diskursfähigen Politiker repräsentiert und mitgeführt werden, ist für viele Menschen ein gutes und wichtiges Zeichen und freut mich auch ganz persönlich."

In einem ökumenischen Gottesdienst vor der Bundesversammlung zu Steinmeiers Wahl unterstrich der Leiter des Katholischen Büros Berlin, Prälat Karl Jüsten, die Bedeutung eines Amtsethos. Dies gehe weit über eine reine Einhaltung von Gesetzen hinaus. Jüsten ermutigte Amtsträger, sich immer wieder in die Lage derer zu versetzen, "denen die Regelungen und Gesetze gelten" und "die Welt einmal mit den Augen der Schwachen zu sehen".

Caritas: Versöhnung als zentrales Thema

Der Zentralrat der Juden in Deutschland schrieb auf Twitter: "Herzlichen Glückwunsch und Masal tow, Herr Bundespräsident!" Nach Worten der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, behält Deutschland ein Staatsoberhaupt, "das stets einen kühlen Kopf bewahrt, das die Politik kritisch unterstützt und das insbesondere der Gesellschaft auch in stürmischen Zeiten festen Halt gibt." Knobloch würdigte auch den Einsatz Steinmeiers für jüdisches Leben in Deutschland.

Laut Caritas sollte Versöhnung das große Thema von Steinmeiers zweiter Amtszeit sein. Er könne und müsse dazu beitragen, "die Kluft zwischen den Generationen, die Unversöhnlichkeit der Impfdebatte, die Spaltungen und Spannungen, die Corona hervorgerufen hat", zu überwinden, sagte Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa bei T-Online.

KFD: Unsere Demokratie ist stark

Die Bundesvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands, Mechthild Heil, sagte dem Kölner Domradio: "Wenn jemand mit vielen Stimmen von unterschiedlichen Parteien gewählt wird, dann zeigt das doch, dass unsere Demokratie so gut ist und so stark ist."

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