Gremien von katholischen Laien und Hauptamtlichen einig

Kirchen in Recklinghausen gegen verkaufsoffenen Adventssonntag

Katholische Laien und Seelsorger in Recklinghausen lehnen den beschlossenen verkaufsoffenen Sonntag am dritten Advent ab. Sowohl das Stadtkomitee der Katholiken als Vertretung der Laien als auch die Pastoralkonferenz, der Seelsorger und Hauptamtliche angehören, votierten einstimmig gegen jede weitere Ladenöffnung am Sonntag, teilte das Stadtdekanatsbüro am Donnerstag mit. Ähnlich hatte sich die evangelische Kirche geäußert.

„Jede zusätzliche Sonntagsarbeitszeit geht zu Lasten der Beschäftigten“, betonte Propst Jürgen Quante, Pfarrer von St. Peter. Der arbeitsfreie Sonntag sei „ein hohes Gut der christlich-abendländischen Kultur“. Die Adventssonntage seien als Tage der Ruhe, Besinnung und Erwartung wichtig – gerade im „oft beklagten vorweihnachtlichen Vorbereitungs- und Konsumstress“.

Irritation wegen katholischer Position

Der Stadtrat von Recklinghausen hatte zuvor beschlossen, in der Innenstadt eine Ladenöffnung während des Weihnachtsmarkts am dritten Adventssonntag zuzulassen. Um die Position der katholischen Kirche hatte es zunächst Irritationen gegeben.

Die Stadtverwaltung hatte um eine katholische Stellungnahme gebeten, allerdings irrtümlich nicht im Stadtdekanatsbüro, sondern in der Pfarrei St. Peter. Dort hatten zeitgleich städtische Anfragen zu zwei unterschiedlichen Themen vorgelegen. Wegen einer Verwechslung war zunächst erklärt worden, die Kirche stimme dem verkaufsoffenen dritten Advent zu. Dies wurde seither mehrfach als Irrtum bezeichnet. Der Beschluss der Gremien stellt die kirchliche Position erneut klar.