Zum Reformationsgedenken steht gesellschaftliches Engagement im Mittelpunkt

Kirchen laden zu Ökumenischem Fest nach Bochum ein

Zu einem großen Ökumenischen Fest laden die katholische und die evangelische Kirche in Deutschland anlässlich des Reformationsgedenkjahrs im September ein. Unter dem Leitwort „Wie im Himmel, so auf Erden“ wollen die Deutsche Bischofskonferenz, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), der Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) in Bochum ein Zeichen der Verbundenheit setzen und ihre gemeinsame Verantwortung für die Gesellschaft bekunden, teilten die beiden Kirchen am Donnerstag in Bonn und Hannover mit.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung am 16. September werde das gemeinsame, aus dem Glauben getragene Engagement der Christen für die Gestaltung von Politik und Gesellschaft in Deutschland und der Welt stehen, hieß es. Über den Tag verteilt sollen in der Stadt Workshops zu Fragen der Zukunftsgestaltung in Wirtschaft und Arbeitswelt, zu Klima und Umwelt, internationaler sozialer Gerechtigkeit, Bildung, interreligiösem Dialog und Frieden stattfinden. Die christlichen Gemeinden aus der Region Bochum planen ein umfangreiches Begleitprogramm.

Prominente Gäste

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, feiern zum Abschluss des Tages einen Ökumenischen Gottesdienst. Weitere prominente Teilnehmende sind unter anderem Bundestagspräsident Norbert Lammert, der Essener katholische Bischof Franz-Josef Overbeck, die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, ZdK-Präsident Thomas Sternberg und die Präsidentin des DEKT, Christina Aus der Au.

Die beiden großen Kirchen hatten beschlossen, das Reformationsgedenkjahr gemeinsam als großes Christusfest zu feiern.