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Das Kirchenasyl, das Pfarreien und Orden in Härtefällen gewähren, ist umstritten. Nun gibt es Zahlen für die jüngsten Jahre.
Laut Bundesregierung haben sich 2025 in Deutschland 2.254 Menschen im Kirchenasyl befunden. Im Jahr davor lag die Zahl bei 2.966, nach 2.703 im Jahr 2023, geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD hervor.
Als Gründe für den Rückgang gelten die rückläufigen Asylerstanträge und die gestiegene Zahl an Zurückweisungen von Menschen. Zwischen 2019 und 2022 hatte es einen deutlichen Anstieg der Fälle von Kirchenasyl gegeben.
Was ist das Kirchenasyl?
Beim sogenannten Kirchenasyl nehmen Pfarreien oder Ordensgemeinschaften vorübergehend Asylbewerber auf, um eine Abschiebung ins Heimatland oder die Rücküberstellung in ein anderes Land im Zug des sogenannten Dublin-Verfahrens abzuwenden. Kirchenasyl wird in der Regel gewährt, wenn eine Abschiebung oder Rückführung für den Flüchtling eine Bedrohung an Leib und Leben darstellt und gute Bleibeperspektiven vorhanden sind.
Das Kirchenasyl ist zunehmend umstritten. Eine Handreichung der katholischen Bischöfe spricht von Kirchenasyl als "letztem Mittel".