13 Spiel- und Dokumentarfilme vom 14. bis 18. März

Kirchliches Filmfestival in Recklinghausen erstmals mit Orgelbegleitung

Auf 13 Spiel- und Dokumentarfilme in fünf Tagen, davon neun vor dem offiziellen Kinostart, dürfen sich Kinofreunde beim neunten kirchlichen Filmfestival freuen. Vom 14. bis 18. März wird das Cineworld Recklinghausen wieder Anlaufstelle vieler Filmfreunde aus der Region. Im vergangenen Jahr zog das Festival mehr als 3.400 Cineasten in seinen Bann.

Der ökumenische Arbeitskreis „Kirche & Kino“ des Katholischen Kreisdekanats Recklinghausen und des Evangelischen Kirchenkreises Recklinghausen hat auch für dieses Jahr wieder ein „gutes, abwechslungsreiches und diskussionswürdiges“ Programm auf die Beine gestellt. Die künstlerische Leitung liegt in den Händen von Michael M. Kleinschmidt und Horst Walther vom Institut für Kino und Filmkultur (IKF).

Eröffnungsfilm „Eldorado“

(von links) Thomas Damm, evangelischer Pfarrer, Marc Gutzeit, Geschäftsführer des katholischen Kreisdekanatsbüro Recklinghausen, Julia Borries vom evangelischen Kirchenkreis Recklinghausen, Michael Kleinschmidt vom Institut für Kino und Filmkultur, Kai-Uwe
Gemeinsam stellten sie das Programm des neunten Kirchlichen Filmfestivals in Recklinghausen vor: (von links) Thomas Damm, evangelischer Pfarrer, Marc Gutzeit, Geschäftsführer des katholischen Kreisdekanatsbüro Recklinghausen, Julia Borries vom evangelischen Kirchenkreis Recklinghausen, Michael Kleinschmidt vom Institut für Kino und Filmkultur, Kai-Uwe Theveßen, Theaterleiter Cineworld, und Schulseelsorger Joachim van Eickels. | Foto: Michaela Kiepe (pbm)

„Gemeinsamkeiten und Trennendes sind zwei wichtige Aspekte, die sich in der heutigen Zeit, aber auch in unserer Filmauswahl wiederspiegeln“, sagte Kleinschmidt bei der Vorstellung des Programms. Auf der einen Seite stünden Inhalte, die das Trennende zwischen Menschen, Kulturen oder Meinungen thematisieren. „Auf der anderen Seite gibt es Filme, die das Gemeinsame betonen; Filme, in denen Begegnungen Brücken bauen“, informierte der Medien- und Religionspädagoge.

Ein gutes Beispiel dafür sei der Eröffnungsfilm „Eldorado“ des Schweizer Regisseurs Markus Imhoof. In seinem, auf den ersten Blick Dokumentarfilm über Flüchtlinge bringe Imhoof seine persönliche Lebensgeschichte als zweite Ebene ein. Er verbinde zwei Zeitebenen miteinander. „Er zeigt, was die Begegnung mit einem anderen Menschen bedeuten kann“, erläuterte Kleinschmidt.

„Faust“ auf der Leinwand, Filmmusik live von der Orgel

Besonderen Wert legen die Organisatoren jedes Jahr auf die Möglichkeit, Publikum und Filmschaffende ins Gespräch zu bringen. So wird Imhoof beispielsweise am 14. März zur Eröffnung anwesend sein. Insgesamt haben Regisseure, Autoren, Schauspieler und Produzenten verschiedener Filme ihr Kommen zugesagt.

Erstmals geht das kirchliche Filmfestival in die Kirche. Am Donnerstag, 15. März, wird um 19 Uhr in St. Peter der Filmklassiker „Faust – eine deutsche Volkssage“ von Friedrich Wilhelm Murnau gezeigt. „Regionalkantor Thorsten Maus wird diesen Meilenstein der Filmgeschichte live mit Improvisationen an der Orgel begleiten“, stellte Schulseelsorger und Pastoralreferent Joachim van Eickels das „neue Wagnis“ vor.

Gewinnerfilm greift Katholikentags-Motto auf

Das ausführliche Programm gibt es im Internet unter www.kirchliches-filmfestival.de.
Der Vorverkauf startet am Montag, 5. März, sowohl online als auch an der Kasse des Cineworld in Recklinghausen.

Den Preis der Kinder- und Jugendjury vergeben am Samstagnachmittag (17. März, 14.30 Uhr) Kreisdechant Jürgen Quante und Bürgermeister Christoph Tesche. Er geht in diesem Jahr an den Spielfilm „Die Pfefferkörner und der Fluch des Schwarzen Königs“. „Unsere Kinderjury war von diesem Actionfilm begeistert. Ihnen hat vor allem gefallen, wie Kinder einen Umweltskandal aufdecken“, berichtete Marc Gutzeit, Geschäftsführer des Kreisdekanatsbüros.

Am Abend (20 Uhr) erhält der Film „Camino a La Paz“ den Preis des neunten Kirchlichen Filmfestivals. Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche Westfalen, und Propst Jürgen Quante werden dem Produzenten des Roadmovies, Gunter Hanfgarn, den Preis übergeben. „Der Titel des Spielfilms ist doppeldeutig. Die 3.000 Kilometer lange Reise führt die beiden Hauptdarsteller von der argentinischen Stadt Buenos Aires ins bolivianische La Paz. Übersetzt man den Titel, dann bedeutet er aber auch: ‚Weg zum Frieden‘. Damit ist er eine Punktladung vor dem Katholikentag in Münster, der unter dem Motto ‚Suche Frieden‘ steht“, merkte Kleinschmidt an.