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Eine weitere Einrichtung wird aufgegeben – erst am Vortag gab es eine ähnliche Meldung. Welche Kitas betroffen sind, warum und wie es weitergeht.
Erneute Schließung einer katholischen Kita in Münster: Die Pfarrei St. Mauritz gibt die Kindertageseinrichtung St. Pius an der Lahnstraße auf. Dort wurden laut Mitteilung der Bischöflichen Pressestelle zuletzt 38 Kinder – davon zehn jünger als drei Jahre – in zwei Gruppen betreut. Erst am Vortag war bekannt geworden, dass auch die Kita St. Lamberti der gleichnamigen Innenstadt-Pfarrei schließt.
Grund der Schließung der Kita St. Pius ist laut Angaben, dass unter den Bedingungen des nordrhein-westfälischen Kinderbildungsgesetzes kleine Einrichtungen mit wenigen Gruppen finanziell nicht auskömmlich zu betreiben seien. Die Mitteilung spricht sogar davon, sie seien „strukturell benachteiligt“.
Gebäude von 1971
Zudem sei das Gebäude von 1971 sanierungsbedürftig. Gert-Maria Freimuth vom Kirchenvorstand St. Mauritz berichtet, 2010 sei für den U3-Bereich ein An- und Umbau realisiert worden. Ein weiterer Ausbau, eine Aufstockung oder eine umfassende Sanierung sei baulich nicht mehr umsetzbar und wirtschaftlich nicht tragbar.
Die Kinder, die die Kita besuchen, sollen ihre Zeit dort regulär beenden. Ab dem kommenden Sommer werden keine Kinder mehr aufgenommen. Pfarrer Hans-Rudolf Gehrmann sagt, Ziel sei gewesen, „keinen Betreuungsvertrag kündigen zu müssen“. Die Mitarbeitenden sollten nach Möglichkeit in anderen Einrichtungen weiterbeschäftigt werden.
Die Pfarrei St. Mauritz unterhält im laufenden Kindergartenjahr laut Angaben sieben Kindertageseinrichtungen. Dort werden 360 Kinder von 95 Mitarbeitenden betreut.