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Scharfe Kritik an Hilfswerk Misereor vom Katholischen Landvolk im Bistum Münster zu Erntedank

KLB: Wenig Sachverstand für Landwirtschaft in Politik und Kirche

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Zum Erntedankfest am Sonntag hat die Katholische Landvolkbewegung (KLB) im Bistum Münster zu "mehr Kompromissen und weniger Kampagnen" für eine nachhaltige Landwirtschaft sowie "mehr Dialog und Sachverstand" bei Politik und Kirche aufgerufen. Zukunftskommissionen, runde Tische, neue Konzepte für mehr Tierwohl, Vorschläge bis hin zu fertigen Konzepten gebe es genug, heißt es in einer Erklärung zusammen mit den Verbänden in den Bistümern Paderborn und Osnabrück.

Die Bauernfamilien stünden bereit, diese Konzepte umzusetzen, fordern dazu jedoch "endlich entsprechende Rahmenbedingungen und Investitionsanreize": "Die Ungeduld ist groß, viele Junglandwirte glauben nicht mehr daran. Ideologische Grabenkriege verhindern mal wieder die notwendigen Kompromisse, die Bäuerinnen und Bauern den Weg zum nachhaltigen Umbau ihrer Landwirtschaft aufzeigen."

"Das lässt Bauernfamilien verzweifeln"

Der Verband berichtet von hoffnungsvollen Regionalvermarktungsinitiativen, mehr Tierwohl, nachhaltiger Landbewirtschaftung, transparenter Produktion und regionalen Lieferketten. Diese Erfolge hätten jedoch ihren Preis, zumal angesichts hoher Energiekosten. "Der Griff ins Billigregal beim Discounter statt zur Regionalmarke ist die Folge. Das lässt viele Bauernfamilien verzweifeln."

Deutlich kritisiert die KLB das katholische Hilfswerk Misereor und dessen aktuelle Petition „Kein Essen in Trog und Tank!“ Der Landvolk-Verband beklagt, "stark vereinfachenden Aussagen" und Kooperationspartner wie Greenpeace "helfen vielleicht zu mehr Spendengeldern, treiben aber einen Keil zwischen die gesellschaftlichen Gruppen, vertiefen die Gräben zwischen Landwirtschaft und der sogenannten Zivilgesellschaft. Sie schaden dem guten Weg, den wir zu gehen bereit sind."

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