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Wenn am Wochenende 600 Jahre Stiftskirche gefeiert wird, gestaltet der Propst persönlich ein Konzert mit 23 Glocken im Nordturm. Wie kam es dazu?
Propst Mecking, wie sind Sie zum Carillon-Spielen gekommen, wie haben Sie es erlernt?
Gelernt habe ich das überhaupt nicht. Das musste ich auch nicht, weil wir kein klassisches Carillon mit einem traditionellen Stockspieltisch haben, auf dem man die einzelnen Glocken von Hand anspielt, sondern ein computergesteuertes. Aber ich habe, bevor ich Priester wurde, ein volles Kirchenmusikstudium absolviert, in dem auch die Fächer Komposition, Gesang und Musikpädagogik integriert waren. Von daher liegt mir Musik in vielerlei Hinsicht sehr am Herzen.
Erklären Sie kurz: Wie funktioniert Ihr Carillon?
Das Ganze funktioniert über einen Computer namens Apollo 3, über den die Glocken gesteuert werden. Da spiele ich über eine Tastatur die jeweilige Melodie ein, höre es noch einmal ab und speichere das. Der Computer ordnet das Stück dann den einzelnen Glocken zu und lässt die programmierten Lieder zu den gewünschten Zeiten erklingen.
Wie ist es dazu gekommen, dass es ein Carillon an der Stiftskirche gibt?