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Vize-Vorsitzende im Gespräch mit „Kölnischen Rundschau“

Kölner Diözesanrat fordert Auflösung der Woelki-Hochschule

  • Der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln fordert die Auflösung der Kölner Hochschule für katholische Theologie.
  • Die Laienvertretung fordert eine Überprüfung der Finanzen der Woelki-Hochschule.
  • Zwei Anfragen des Diözesanrats an die KHKT aus den Jahren 2020 und 2021 bleiben bis heute unbeantwortet.
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Der Diözesanrat der Katholiken, Laienvertretung im Erzbistum Köln, verlangt die Auflösung der Kölner Hochschule für katholische Theologie. Deren Finanzierung müsse ebenso geprüft werden wie die Auftragsvergaben im Erzbistum Köln, sagte die Vize-Vorsitzende des Rates, Bettina Heinrichs-Müller, der „Kölnischen Rundschau“.

Die Finanzierung aus dem sogenannten BB-Fonds des Erzbistums, aus dem auch Anerkennungsleistungen für Opfer sexualisierter Gewalt fließen, sei nicht hinnehmbar, so Heinrichs-Müller. Es sei kein Konzept erkennbar, wie die Hochschule nachhaltig zu finanzieren sei. Auch sei das Projekt „wissenschaftlich komplett überflüssig“. Heinrichs-Müller verweist auf die Theologische Fakultät der Universität Bonn, die Priester ausbildet und aus Exzellenzfördermitteln stark ausgebaut werde, sowie auf weitere Hochschulen. Das Kölner Projekt wertet sie als Ausdruck von „Hybris“, also extremer Selbstüberschätzung.

Woelki-Hochschule lässt Anfragen unbeantwortet

„Wir hatten immer schon Bedenken“, sagte Heinrichs-Müller zu dem Hochschulprojekt. Der „Kölnischen Rundschau“ liegen nach eigenen Angaben zwei Anfragen des Diözesanrates an Hochschulkanzlerin Martina Köppen vor, die bis heute nicht beantwortet seien. Im Februar 2020 fragte der Rat demnach unter anderem nach Quelle und Höhe des Stiftungsvermögens und der Rolle des BB-Fonds. Mitte März 2021 sei es dann um die später gescheiterte Berufung des Fundamentaltheologen Dominikus Kraschl nach Köln gegangen. Medien hatten ihm unter anderem homophobe Äußerungen vorgeworfen, was Kraschl selbst als nicht zutreffend zurückweist.

Im November 2019 hatte das Erzbistum nach Heinrich-Müllers Angaben in allgemeiner Form über den Plan informiert, die damalige Ordenshochschule der Steyler Missionare in Sankt Augustin zu übernehmen; zum 1. März 2020 wurde das vollzogen. Ende Oktober 2021 empfingen Rektor Christoph Ohly und Kanzlerin Köppen demnach schließlich zwei Vertreter des Diözesanrates, darunter Heinrichs-Müller. Auch damals habe es aber keine näheren Angaben zur Finanzplanung der Hochschule gegeben.

Update, 13 Uhr: Die Angaben im dritten Absatz zum Theologen Kraschl sind von der Katholischen Nachrichten-Agentur korrigiert worden.

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