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Die staatliche Anerkennung der Hochschule läuft aus, ihre Führung geht, um die Priesterausbildung gibt es einen Rechtsstreit.
Eine Lösung im Streit um die Kölner Hochschule für Katholische Theologie (KHKT) ist nicht in Sicht. Die Gespräche zwischen Vatikan und nordrhein-westfälischer Landesregierung dauern nach wie vor an, teilt die NRW-Staatskanzlei der Katholischen Nachrichtenagentur mit. Offen ist, wie es mit der staatlichen Anerkennung der Hochschule weitergeht. Diese endet mit dem Wintersemester 2026/27 im März.
Die KHKT, die auf Initiative von Kardinal Rainer Maria Woelki entstand, hatte bekanntgegeben, dass Rektor Christoph Ohly und Kanzlerin Nina Jungblut zum Ende dieses Sommersemesters ihre Ämter abgeben. Da auch Prorektor Elmar Nass die Hochschule verlässt, verliert die KHKT drei von vier Leitungspersonen zum 30. September.
Anerkennung endet im März 2027
Eine zügige reguläre Nachbesetzung des Rektorenpostens zeichnet sich nicht ab. Die KHKT-Statuten sehen einen mehrstufigen Prozess vor. Bevor Woelki als Großkanzler einen neuen Rektor ernennen kann, muss unter anderem der Vatikan zustimmen.
Neben der Neuordnung der Führung ist die staatliche Anerkennung der Hochschule ein offenes Thema. Nach dem Trägerwechsel 2020 gewährte die NRW-Landesregierung der KHKT übergangsweise eine Anerkennung für sieben Jahre.
Laufende Gespräche des Landes mit dem Vatikan
Die Staatskanzlei verweist auf laufende Gespräche in einer gemeinsamen Kommission mit dem Vatikan: Erst nach Abschluss der Gespräche "lässt sich bewerten, welche weiteren Schritte unter hochschulrechtlichen Gesichtspunkten durch welche Beteiligten zu veranlassen sind".
Vor rund anderthalb Jahren hatten Vatikan und Landesregierung die Kommission eingerichtet. Hintergrund sind unterschiedliche Ansichten des Erzbistums Köln und des Landes zur Priesterausbildung.
Das Erzbistum hatte die Hochschule 2020 von den Steyler Missionaren übernommen. Seither studieren dort auch angehende Priester Theologie. Die Landesregierung pocht darauf, dass laut Konkordat, also gemäß eines staatskirchenrechtlichen Vertrags mit dem Vatikan, allein die Bonner Universität Ausbildungsstätte für Priester des Erzbistums Köln ist.