Gesundheitszustand kritisch

Kohlgraf: Wir bangen um das Leben von Kardinal Lehmann

Mehr als vier Monate nach einem Schlaganfall hat sich der gesundheitliche Zustand von Kardinal Karl Lehmann offenbar rapide verschlechtert. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hat jetzt zum Gebet für seinen Vorgänger und langjährigen Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz aufgerufen. Der Gesundheitszustand des 81-jährigen Kardinals sei kritisch, schreibt Kohlgraf in einem am Montag veröffentlichten Brief an die Pfarrgemeinden und Mitarbeiter im Bistum.

Seit September vergangenen Jahres kämpfe Lehmann mit den Folgen eines Schlaganfalls und einer Hirnblutung. „Sein Zustand war über Monate hinweg stabil, hat sich aber nicht wirklich zum Besseren gewendet. Nun schwinden seine Kräfte deutlich, so dass wir in nächster Zeit um sein Leben bangen müssen“, so Kohlgraf.

Lehmann wird von Ordensschwestern versorgt

Der Kardinal sei „ruhig und gelassen“. Er werde von den Ordensschwestern und Pflegekräften sehr gut versorgt. „Aber er selbst hat signalisiert, dass er sich nun auf den Weg macht – das letzte Stück seiner irdischen Pilgerreise.“

Am 19. Oktober 2017 hatte das Bistum Mainz mitgeteilt, dass Lehmann sich bereits seit Ende September 2017 im Krankenhaus befand, um sich von den Folgen eines Schlaganfalls zu erholen. Nach Informationen der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) kam Lehmann am 21. September 2017 ins Katholische Klinikum Mainz, befindet sich aber seit dem 12. Dezember 2017 zuhause in seinem Privathaus in Mainz, wo er seitdem gepflegt wird.

Kohlgraf: „Begleiten wir ihn mit unseren Gebeten“

Bischof Kohlgraf bat die Gläubigen: „Begleiten wir ihn mit unseren Gebeten, damit ihm Trost und Vertrauen für dieses Wegstück zuteilwerden.“ Die Priester und Diakone bat Kohlgraf beim Stundengebet und bei Eucharistiefeiern „um ihr besonders Gedenken“. Kohlgraf weiter: „Ich danke Ihnen allen, wenn wir in diesen Tagen als große Gebetsgemeinschaft im Bistum unseren Kardinal begleiten und mittragen.“ Das Gebet schenke Trost „gerade auch in schweren Stunden“.