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Pläne der Landesregierung für das Corona-Jahr 2020

Kolping spricht sich gegen Sonntagsöffnung im Advent in NRW aus

  • Das Kolpingwerk im Bistum Münster lehnt verkaufsoffene Adventssonntage auch 2020 ab.
  • Die geltenden Ladenöffnungszeiten seien „für die Verbraucher mehr als ausreichend“.
  • Das Geschäft werde nicht wachsen, sondern nur verlagert.

Kritik an den in Nordrhein-Westfalen für 2020 coronabedingt geplanten vier verkaufsoffenen Adventssonntagen übt der Diözesanvorstand des Kolpingwerks im Bistum Münster. Für eine Sonntagsöffnung „besteht keine Notwendigkeit“, sagt Kolping-Geschäftsführer Uwe Slüter als Sprecher des Diözesanvorstands nach Verbandsangaben.

Vielmehr führe die Sonntagsöffnung „zu einer unnötigen weiteren Belastung für Beschäftigte“. Von Montag bis Samstag könnten Läden laut Gesetz täglich 24 Stunden öffnen. Das sei „für die Verbraucher mehr als ausreichend“ und für die Beschäftigten in den Adventswochen „schon oberhalb der Belastungsgrenze“.

„Geschäft wird nur verlagert“

So wichtig die Stärkung des Einzelhandels und die Sicherung von Arbeitsplätzen sei: „Einkaufsmöglichkeiten am Sonntag verursachen keine Umsatzsteigerung beim Weihnachtsgeschäft, nur dessen Verlagerung aus üblichen Arbeitstagen.“ Auch das Argument von entzerrtem Andrang und Corona-Infektionsschutz stellt Slüter infrage. Er rechnet auch an den Adventssonntagen mit Gedränge.

In NRW will die Landesregierung das Shoppen an allen vier Adventssonntagen 2020 zwischen 13 und 18 Uhr zulassen. Der Vertreter der katholischen Bistümer beim Land, Antonius Hamers, erklärte, die Kirche toleriere diese Regelung in diesem Jahr ausnahmsweise. Das NRW-Oberverwaltungsgericht rügte, es sehe Widersprüche zum Ladenöffnungsgesetz und zum Sonntagsschutz.

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