Diözesanversammlung wählt neue Diözesanseelsorgerin

Kolpingwerk im Bistum Münster fordert Einwanderungsgesetz

Das Kolpingwerk im Bistum Münster fordert ein Einwanderungsgesetz für Deutschland. Es könne den Verlust von Erwerbstätigen wegen des demografischen Wandels mindern, die Zuwanderung von Fachkräften nach Bedürfnissen des Arbeitsmarkts steuern und Zugewanderten „eine verbindliche Lebensperspektive“ bieten, heißt es in einem nach Verbandsangaben nahezu einstimmigen Beschluss der Diözesanversammlung des Kolpingwerks. Sie tagte am Wochenende in Coesfeld.

Zugleich betont der Verband den Unterschied zwischen Asyl- und Einwanderungsrecht. Deutschland müsse sich „zum Grundrecht auf Asyl bekennen“, sagte Kolping-Diözesangeschäftsführer Uwe Slüter. „Die zu uns Geflüchteten begreifen wir als Chance für unsere Gesellschaft.“

Damhus Diözesanseelsorgerin, Knollmann Vize-Vorsitzender

Weiter rief der Verband die künftige Bundesregierung auf, Bildungsprojekte der Länder und Kommunen dauerhaft und planungssicher zu unterstützen. Dafür müsse das Kooperationsverbot in der Bildungspolitik „komplett gestrichen“ und die Kulturhoheit der Länder aufgehoben werden.

Nach zwölf Jahren als Kolping-Diözesanseelsorgerin ging Ursula Hüllen in Rente. Die Diözesanversammlung wählte Alexandra Damhus (48), Pastoralreferentin aus Billerbeck, zur Nachfolgerin. Weihbischof Rolf Lohmann führte sie in einem Gottesdienst ins Amt ein. Damhus wird den Angaben zufolge ab 1. November mit halber Stelle amtieren. Diözesanpräses bleibt Franz Westerkamp. Zum neuen stellvertretenden Diözesanvorsitzenden wählte die Kolping-Diözesanversammlung Heribert Knollmann (64) aus Rheine.