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In dem lateinamerikanischen Land gab es am Montag ein Erdbeben mit vielen Opfern. Wie Nothilfe-Teams des katholischen Hilfswerks unterstützen wollen.
Nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien bereitet die Caritas Nothilfe im Katastrophengebiet vor. „Oberste Priorität hat die Suche nach Überlebenden und ihre Rettung aus den Trümmern“, teilte das Hilfswerk Caritas international am Dienstag in Freiburg mit.
Besonders schwer betroffen seien Regionen im Westen des Landes. Dringlich seien medizinische Versorgung, sauberes Trinkwasser, Lebensmittel und ein sicherer Platz zum Schlafen für die Überlebenden. Caritas international gebe 50.000 Euro Soforthilfe. Das Katastrophengebiet erstreckt sich über weite Teile der kolumbianischen Anden- und Pazifikregion. Schwer betroffen sind die Städte Quibdó, Cali, Manizales, Pereira und Armenia. Schwer zugänglich ist laut Caritas die Region Chocó, wo das Epizentrum des Erdbebens lag.
Schwierig sei auch die Kommunikation in die Region, da Stromversorgung und Telekommunikation örtlich unterbrochen seien. „Jetzt zählt schnelle und zielgerichtete Hilfe“, erklärte Caritas-Nothilfekoordinator Jonas Brenner in Bogotá. „Wir hoffen, es gelingt uns, schnell bei den Menschen zu sein, da die Caritas und die kirchlichen Gemeinden diese Regionen gut aus ihrer täglichen Arbeit kennen.“
Das Erdbeben der Stärke 7,4 auf der Richterskala ereignete sich am Montagmorgen nahe San José del Palmar im Departamento Chocó. Die Zahl der Todesopfer ist laut UN-Angaben von Mittwoch auf mindestens 224 gestiegen. Mindestens 2.595 Menschen seien verletzt worden. Rund 2.000 Menschen werden laut Caritas noch vermisst. Es sei das stärkste in Kolumbien registrierte Erdbeben des 21. Jahrhunderts. Nachbeben werden befürchtet. Erst Ende Juni erschütterten ähnlich schwere Erdbeben das Nachbarland Venezuela. Hier wurden nach offiziellen Angaben mindestens 6.125 Menschen getötet, Zehntausende leben weiterhin in Notunterkünften.