Stephan Billen kämpft für Zentrum für die Jugend in St. Stephanus

Kommt eine Kinder- und Jugendkirche nach Bedburg-Hau?

Stephan Billen hat große Pläne. Der 58-jährige Leiter des Kinder- und Jugendchores in Bedburg-Hau plant eine Kinder- und Jugendkirche in St. Stephanus im Ortsteil Hasselt. Billen, der hauptberuflich Leiter der Ehe-, Familien- und Lebensberatung im Kreis Kleve ist, hat sehr genaue Vorstellungen von seinem Projekt, und die hat er in einem Modell aus Holz bereits aufgebaut.

Und was will Billen verändern? Altar und Ambo müssten mobil werden, damit die unterschiedlichen Räume für die verschiedenen Anlässe genutzt werden können. Billen möchte die Kirchenbänke kürzen, eine passende Bestuhlung anschaffen und den Fußboden im Altarraum anheben.

Bistum ist angefragt

Dadurch würden geistliche Kinder- und Jugendkonzerte, Krippenfeiern oder Musicalaufführungen möglich, so seine Vorstellungen. Im Rahmen einer Renovierung könnten Änderungen in Raumgestaltung, Beleuchtung, Beschallung und Multimedia angepasst werden.

Mit den Gremien in der Pfarrei hat Billen bereits während des Pfarrfestes über seine Idee gesprochen. Auch das Generalvikariat in Münster weiß Bescheid. Von den entsprechenden Stellen erhofft er sich jetzt eine baldige Antwort. Am liebsten natürlich eine Genehmigung.

Engagierte Jugendarbeit

„In unserer Pfarrgemeinde beteiligen sich viele Kinder und Jugendliche am kirchlichen Leben“, sagt er. „280 Kinder und Jugendliche sind in der Messdienerschaft, 40 Erwachsene in der Leiterrunde, 30 Jugendliche in der Landjugend, bei der Schützenjugend sind 54 Jugendliche, 40 Mädchen und Jungen im Kinderchor und im Jugendchor sind 25 Jugendliche und junge Erwachsene“, beschreibt Billen die kirchliche Szene.

„In der Pfarrei gibt es deshalb auch viele Angebote für Kinder und Jugendliche“, sagt er und nennt: Zwergen-, Familien- und Jugendgottesdienste, Erstkommunion, Firmung, Taufen, Kinder- und Jugendkreuzwege, Krippenfeiern und Credo-Parcour. „Die katholische Kirchengemeinde in Bedburg-Hau beweist seit vielen Jahren, dass es möglich ist, mit intensiver Arbeit Kinder und Jugendliche an kirchliches Leben zu binden, dafür zu interessieren und zu begeistern.“

Für kirchliches Leben begeistert

Unterschiedliche Gruppen bringen sich ins liturgische Leben ein: Kindergärten, Eltern- und Liturgiekreise, Kinderchor, Jugendchor, Messdiener, Schulen. „Andere Gemeinden wären über nur einen Bruchteil eines solchen Angebotes glücklich“, meint er.

Billen nennt ein Beispiel: „Die Kinderbibeltage werden seit 15 Jahren einmal jährlich an einem Wochenende vom Kinderchor „Buntgemischt und Farbenfroh“ und vom Jugendchor „Colourful Voice“ für alle interessierten Grundschüler zu einem biblischen Thema durchgeführt: 120 Kinder nehmen jährlich teil. Neben den Aktionen im Plenum werden die Kinder in 10 Gruppen an zwei Tagen betreut. Die Gruppen werden geleitet von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus der Gemeinde, die als Kinder bei den Kinderbibeltagen teilgenommen haben.

Mögliche Vorteile

Billen möchte die Attraktivität für diese Altersgruppe noch steigern und schlägt eine Kinder- und Jugendkirche vor. „Die Vorteile liegen auf der Hand“, sagt er. „Angebote werden gebündelt und geben bessere Orientierung. Sie werden als Angebote für die ganze Gemeinde wahrgenommen. Mit einem zentralen, kind- und jugendgerecht gestalteten Ort erhalten sie einen größeren Einzugsbereich. Und: Die eigene Glaubensgeschichte kann sich von der Taufe bis zur Trauung mit diesem Ort verbinden“, erläutert er seine Überlegungen.

Die Pfarrei Heiliger Johannes der Täufer verfügt über sieben Kirchen. Auf der Suche nach einer geeigneten Kinder- und Jugendkirche war das Ergebnis für Billen eindeutig: Die Hasselter Kirche eignet sich für diesen Zweck am besten. Sie bietet in der Grundausstattung alles, was für diesen Zweck erforderlich ist. Auch von ihrem Standort bietet die Kirche viele Vorteile: Sie liegt nur 700 Meter von dem jüngsten Neubaugebiet entfernt und eineinhalb Kilometer von dem Neubaugebiet, das im Anschluss erschlossen wird.