Prälat Jüsten und ZdK wünschen neuer CDU-Vorsitzenden Glück

Kramp-Karrenbauer: Kirche und Religionen gratulieren

Vertreter der beiden großen Kirchen haben der neu gewählten CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer gratuliert. Die 56-Jährige sei „stark in der katholischen Kirche beheimatet“, sagte der Vertreter der katholischen Bischöfe in Berlin, Karl Jüsten, dem Kölner „Domradio“.

Gegenüber ihren Mitbewerbern Friedrich Merz und Jens Spahn habe sie einen gewissen Vorteil gehabt, weil sie als CDU-Generalsekretärin ins Rennen um die Nachfolge von Angela Merkel gegangen sei, so Jüsten. „Sie weiß also genau, wo der Partei der Schuh drückt und kennt sehr viele Themen, die die Menschen und auch uns als Kirche bewegen.“

Wünsche von EKD und ZdK

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Heinrich Bedford-Strohm, wünschte der neuen Parteichefin über Facebook „für die Arbeit an der Spitze der CDU alles Gute und Gottes Segen“.

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) wünschte via Twitter „Glück, Erfolg, Freude und über allem Gottes Segen“. Kramp-Karrenbauer ist selbst Mitglied im Laien-Spitzengremium.

Was Juden und Muslime erhoffen

Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, äußerte sich zuversichtlich, dass die CDU unter ihrer neuen Vorsitzenden den Status als Volkspartei festigen könne, der „für die Stabilität unserer Demokratie so wichtig ist“. Knobloch ergänzte, sie wünsche sich von Kramp-Karrenbauer ein „entschlossenes Vorgehen“ gegen die AfD und deren „menschenfeindliche sowie oft genug antisemitischen Äußerungen“.

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, twitterte: „Herzlichen Glückwunsch und Gottes Segen für die Arbeit in der Partei und für unser Land.“

(Um 20.20 Uhr ergänzt um Reaktion Bedford-Strohm)