POLITIK

„Unrecht“: Militärbischof Overbeck kritisiert US-Angriffe auf den Iran

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Der Essener Bistumsleiter sprach mit Schülern über Krieg und Frieden. Wie er zu den Auseinandersetzungen im Nahen Osten steht.

Von KNA

Militärbischof Franz-Josef Overbeck übt deutliche Kritik an den US-Angriffen auf den Iran. Der Iran sei zweifellos ein Unrechtsstaat, sagte Overbeck laut einer Pressemitteilung des Bistums Essen. „Aber was wir da gerade erleben, ist auch ein fragwürdiges Handeln der USA.“ Overbeck fügte hinzu: „Einen Krieg anzufangen, der nicht rechtlich abgesichert ist, bleibt Unrecht.“

„Ich würde die Freiheit verteidigen“

Der Bischof äußerte sich während eines Besuchs am Essener Mariengymnasium. Er habe bald nach den ersten Angriffen am Wochenende die Militärseelsorger kontaktiert, die mit der Bundeswehr derzeit in Jordanien und im Nordirak sind, sagte Overbeck im Gespräch mit den Schülern. „Und ich war sehr froh, als sie mir berichten konnten, dass beide Einheiten in Sicherheit sind.“

Als Schüler habe er Anfang der 1980er Jahre für sich entschieden: „Wenn wir angegriffen werden, würde ich die Freiheit verteidigen.“ Gleichzeitig betonte Overbeck, dass es nur um einen regelbasierten Einsatz von Waffen gehen dürfe, der einzig dem Schutz und der Wiedererlangung von Frieden und Freiheit dienen dürfe.

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