KONFLIKT

Krieg in Nahost: Papst Leo XIV. fordert Ende der Spirale der Gewalt

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Nach der Eskalation im Nahen Osten äußerte sich der Papst zu den Kampfhandlungen. Auch die Kirchen in Deutschland sind zutiefst in Sorge.

Von KNA, epd

Mit einem eindringlichen Appell hat Papst Leo XIV. dazu aufgerufen, die „Spirale der Gewalt“ im Nahen Osten zu stoppen. Er verfolge mit großer Besorgnis die aktuellen Ereignisse im Nahen Osten und im Iran in diesen dramatischen Stunden, sagte der Papst am Sonntag auf dem Petersplatz.

„Stabilität und Frieden lassen sich nicht durch gegenseitige Drohungen oder durch Waffen, die Zerstörung, Leid und Tod bringen, erreichen, sondern nur durch einen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog.“

Papst setzt Hoffnung auf Diplomatie

Angesichts der Möglichkeit einer Tragödie von enormem Ausmaß richte er seinen eindringlichen Appell an alle Beteiligten: Sie sollten die moralische Verantwortung übernehmen, die Spirale der Gewalt zu stoppen, bevor sie zu einem unüberwindbaren Abgrund werde.

Die Diplomatie möge ihre Rolle wiederfinden und das Wohl der Völker fördern, die sich nach einem friedlichen Zusammenleben auf der Grundlage der Gerechtigkeit sehnten. Der Papst rief dazu auf, weiterhin für den Frieden zu beten.

Das sagen die christlichen Kirchen in Deutschland

Die christlichen Kirchen in Deutschland sorgen sich um die Zivilbevölkerung der betroffenen Länder. „Als Kirche rufen wir zur Deeskalation auf, zum Schutz der Zivilbevölkerung und zu einer Rückkehr an den Verhandlungstisch“, erklärte die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, am Samstag in Hannover. Die Hamburger Bischöfin sagte weiter: „Die Gewaltspirale aus Angriff und Vergeltung stiftet keinen Frieden; sie bringt stattdessen neues, unsägliches Leid über unzählige Menschen.“

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, äußerte ebenfalls tiefe Sorge. Israels Sicherheit sei für ihn von herausragender Bedeutung. Zugleich sagte er mit Blick auf den Iran: „Jeder, der Freiheit liebt, sehnt sich nach dem Moment, an dem die iranische Bevölkerung das Joch einer brutalen Herrschaft abschütteln kann.“

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