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Diözesanvorstand spricht mit Bischof über Reformen in katholischer Kirche

Laienpredigt raus aus der Grauzone - KFD überreicht Felix Genn Petition

  • Der KFD-Diözesanvorstand Münster hat Bischof Felix Genn eine Petition mit knapp 2.000 Unterschriften übergeben, die eine Zulassung der Laienpredigt fordert.
  • Es sei wichtig, die vielerorts gelebte Praxis aus der Grauzone zu holen.
  • Weitere Gesprächsthemen waren der Synodale Weg, die Weltsynode und die Pastoralen Räume im Bistum Münster.
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Die Vorstandsmitglieder des KFD-Diözesanverbandes Münster haben sich mit Bischof Felix Genn zum jährlichen Austausch getroffen. Sie diskutierten die Reformprozesse innerhalb der katholischen Kirche, wie den Synodalen Weg, die Weltsynode und die Pastoralen Räume auf Bistumebene, heißt es in einer Pressemitteilung.

 

Laienpredigt aus der Grauzone holen

 

Die Mitglieder Jutta Lutterbey, Judith Everding, Petra Becker und Gerhard Theben überreichten dem Bischof außerdem die Petition „Laienpredigt“. Nach Mahnwachen, Demonstrationen und Präsenz auf Bischofskonferenzen habe die KFD im Mai 2020 einen nächsten Schritt unternommen. In einem offenen Brief forderte sie ihren Bischof auf, eine neue Ordnung für den Predigtdienst von Laien zu erlassen.

Die Laienpredigt sei bisher als „Statio“ zu Beginn einer Eucharistiefeier, jedoch nicht als Predigt nach dem Evangelium erlaubt. Eine Änderung würde die in vielen Gemeinden gelebte Praxis aus der Grauzone befreien und Laien und damit auch Frauen ermöglichen, in der Feier des Glaubens in der Verkündigung zu Wort zu kommen.

Die knapp 2.000 Unterschriften zeigten, wie dringend eine Neuorientierung in der Predigtordnung von Gläubigen gewünscht werde. Mehr als ein Drittel aller Unterzeichnenden seien vom Verbot der Laienpredigt betroffen oder kännten jemanden, der betroffen sei. Ein weiteres Drittel sei bereit, sich an weiteren Aktionen zu beteiligen oder selbst welche zu organisieren.

 

KFD kritisiert Fragen der Weltsynode

 

Auch über die Weltsynode, die von Papst Franziskus initiiert wurde, sprachen die Vorstandsmitglieder mit Bischof Genn. Bis Mitte August 2022 können Katholiken in den Bistümern darlegen, was sie als Glaubende wirklich beschäftigt. Die KFD kritisierte die Formulierung der Fragestellung.

Auf diözesaner Ebene stehen mit dem Strategie-Prozess des Bistums Münster viele Veränderungen ins Haus. Hier äußerte das Leitungsteam gegenüber dem Bischof, als KFD die Pastoralen Räume als neue Glaubensräume aktiv mitgestalten zu wollen, teilt die Pressestelle mit. Es rufe zudem alle Mitglieder in den Regionen und Ortsgruppen auf, sich in den Umgestaltungsprozess einzubringen.

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