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Seit dem Bekenntnis des CDU-Politikers Jens Spahn stehen Lockerungen bei Leihmutterschaften im Raum. Was die Bischöfe sagen.
Die Deutsche Bischofskonferenz warnt vor einer Abkehr vom Verbot der Leihmutterschaft. "Der Wunsch nach einem Kind ist sehr verständlich und für viele Paare ist ungewollte Kinderlosigkeit mit viel Leid verbunden", erklärt der Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe in Berlin, Karl Jüsten. Menschliches Leben aber sei unverfügbar, es gebe kein Recht auf ein Kind. "Wir halten das bestehende Verbot der Leihmutterschaft daher für richtig", unterstreicht der Vertreter der Bischöfe bei der Bundespolitik mit Blick auf aktuelle Forderungen nach Regeländerungen.
Die aktuelle Debatte hatte der Fall des inzwischen zurückgetretenen Chefs der Unionsfraktion im Bundestag, Jens Spahn (CDU), ausgelöst. Er und sein Ehemann hatten öffentlich gemacht, per Leihmutter in den USA Eltern geworden zu sein. Zuvor hatte sich Spahn stets dafür ausgesprochen, am Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland festzuhalten.
Warum die Bischöfe Leihmutterschaft ablehnen
Jüsten erklärt, der Leihmutterschaft stünden zahlreiche Fragen und Bedenken entgegen. Als herausragendes Beispiel nennt er die Benachteiligung von Frauen, die ihren Körper für solche Verfahren zur Verfügung stellten.
Der Prälat erinnert an Ausführungen des früheren Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Georg Bätzing. Er hatte 2024 die Position der Kirche zusammengefasst: "Wir sind der Auffassung, dass die Praxis der Leihmutterschaft die Würde der Frau und des Kindes verletzt. Das Kind sollte nicht zu einem Objekt der Kommerzialisierung und die Frau, die das Kind austrägt, nicht instrumentalisiert werden."