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Papst Leo XIV. wird in Kürze im Libanon erwartet. Jetzt nehmen die Angriffe auf den Süden des Landes wieder zu. Was Israel der Hisbollah vorwirft.
Die israelische Armee hat eine Reihe von Angriffen auf den Südlibanon gestartet. Nach Armeeangaben gelten sie militärischen Zielen der Hisbollah. Unter anderem seien Terroristen angegriffen worden, „die an einem Terror-Infrastrukturstandort der Hisbollah-Bautruppe im Gebiet von Tyros im Südlibanon operierten“. Papst Leo XIV. wird Ende November bei seiner ersten Auslandsreise im Libanon erwartet.
Die Armee warf der Hisbollah vor, während des Kriegs zerstörte terroristische Infrastruktur wiederaufzubauen und damit gegen die seit 27. November 2024 geltende Waffenstillstandsvereinbarung zwischen Libanon und Israel zu verstoßen.
Israel ruft Bewohner zu Evakuierung auf
Der arabischsprachige Sprecher der israelischen Armee, Avichai Adraee, warnte in einem Beitrag auf der Plattform „X“ die Bewohner des Südlibanon vor bevorstehenden israelischen Angriffen. Bewohner mehrerer Gebiete rief er zur Evakuierung auf.
Nach Zahlen des israelischen Alma-Forschungszentrums, das sich auf die Hisbollah spezialisiert hat, griff Israel zwischen dem 27. November 2024 und dem 2. November 2025 insgesamt 624-mal Ziele im Libanon an. Ein Großteil der Angriffe erfolgte auf das Gebiet nördlich und südlich des Litani-Flusses. In den vergangenen Tagen intensivierten sich die israelischen Angriffe.
Die Beobachtermission United Nations Interim Force in Lebanon (Unifil) verzeichnete laut einem UN-Pressebriefing (Mittwoch) weiterhin die militärische Präsenz und die Aktivitäten der israelischen Streitkräfte im Einsatzgebiet der Mission. Gleichzeitig würden weiterhin nicht genehmigte Waffen- und Munitionsdepots gefunden und der libanesischen Armee gemeldet.